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Kommission zur Ermittlung des
Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
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Sonderbericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten: Verzicht auf Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

| Sonderbericht als PDF |
Die aktuelle Sonderuntersuchung zeigt auf der Grundlage von Ist-Daten für 2009-2012, dass die Kompensationsbeträge deutlich zurückgegangen sind. Im Falle eines vollständigen Entfalls von Werbung und Sponsoring beträgt der Kompensationsbetrag 1,25 €, davon für die ARD 0,84 € und für das ZDF 0,41 €.

Die Kommission hat zuletzt im 15. Bericht eine Sonderuntersuchung zu den Folgen eines vollständigen Entfalls von Werbung und Sponsoring für die Höhe der damaligen Rundfunkgebühr durchgeführt. Für 2005-2008 wäre ein Ausgleich durch einen Gebührenzuschlag von 1,42 € notwendig gewesen, davon wären 0,95 € auf die ARD und 0,47 € auf das ZDF entfallen.

Die Minderung des ermittelten Kompensationsbetrages beruht im Wesentlichen auf einem Rückgang der kumulierten Nettoumsätze bei Werbung und Sponsoring sowie rückläufigen Programmkosten für zusätzliche Sendeleistungen zum Ausgleich der entfallenden Werbeflächen.

Nach den Merkmalen Werbung und Sponsoring differenziert, entfallen von dem Kompensationsbetrag von 1,25 € anteilig auf Werbung 1,10 € und auf Sponsoring 0,15 €. Das Sponsoring wurde zum 1. Januar 2013 staatsvertraglich eingeschränkt. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkung reduziert sich der Kompensationsbetrag für den vollständigen Entfall von Sponsoring auf 0,08 €.

Die untersuchten Varianten eines teilweisen Entfalls von Werbung bedingen Kompensationsbeträge zwischen 0,10 € und 0,75 €. Angesichts des bei einem vollständigen Entfall von Sponsoring maximal erforderlichen Kompensationsbetrages von 0,08 € hat die Kommission auf die Berechnung anteiliger Beträge bei einem teilweisen Entfall verzichtet.

Die Analyse der Folgen eines (teilweisen) Entfalls von Werbung und Sponsoring verdeutlicht, dass sich diese auf die einzelnen Anstalten unterschiedlich auswirken würden.

Die auf der Grundlage von Plan-Daten für 2013-2016 berechneten Kompensationsbeträge weichen von den Ergebnissen der Ist-Daten-Berechnung 2009-2012 nur in geringem Maße ab. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Berechnungen 2013-2016 auf Basis der Anknüpfungstatbestände zur Zahlung von Rundfunkgebühren zum 31. Dezember 2012 erfolgten. Neben dem Grad der Unsicherheit von Plandaten sind Einflüsse aus dem Wechsel vom Gebühren- zum Beitragsmodell nicht auszuschließen

Letzte Aktualisierung 26.02.2014