Direkt zum Text springen
Kommission zur Ermittlung des
Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
» Gesamtübersicht
» Startseite » Impressum
» Sie sind hier: Startseite | Berichte | 19. Bericht | Glossar
Wählen Sie hier direkt den gewünschten Kapitel aus:

19. Bericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten

| 19. Bericht (als PDF) |

Glossar


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Abzinsung: Ermittelt den Wert einer Zahlung zu einem bestimmten davor gelegenen Zeitpunkt. Der Prozentsatz der Abzinsung bestimmt wesentlich die Höhe der Pensionsrückstellungen. Je niedriger der Prozentsatz ist, desto höher sind die Pensionsrückstellungen.

Andere Erträge (im Zusammenhang mit den Beitragserträgen): hauptsächlich Säumniszuschläge. Andere Geschäftsfelder der Werbegesellschaften: Geschäftsfelder wie etwa Kooperationen/Events/ Crossmedia, Werbemittel/Merchandising (inkl. Shop und Onlineshop), Kommunikations- und Telefondienstleistungen (etc.).

Anrechenbare Eigenmittel: Bestände an kurzfristig verfügbaren Mitteln, die nach der liquiditätsorientierten Planungsmethode zur Deckung des Finanzbedarfs heranzuziehen sind.

Arbeitnehmerüberlassung: Beschäftigungsverhältnis, bei dem ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer einem Dritten gegen ein Entgelt zur Arbeitsleistung überlässt (ugs.: Leiharbeit).

ARD-aktuell: Gemeinschaftsredaktion aller Landesrundfunkanstalten beim NDR in Hamburg für die aktuellen Nachrichtensendungen Tagesschau, Tagesthemen, Wochenspiegel und Nachtmagazin.

ARD-Hauptstadtstudio: Von allen Landesrundfunkanstalten getragene Gemeinschaftseinrichtung (GSEA) in Berlin für die Berichterstattung in den Hörfunkwellen der ARD und im Ersten Deutschen Fernsehen über die Politik in der Hauptstadt.

ARD-Play-Out-Center: Gemeinschaftseinrichtung der ARD-Landesrundfunkanstalten zur Betreuung, produktionstechnischen Erstellung und sendetechnischen Abwicklung ihrer gemeinsamen Partnerbzw. Spartenprogramme (früher Digitalprogramme).

Audiodeskription: Gesprochene Bild- bzw. Sendungsbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Baden-Badener Pensionskasse (bbp): Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Baden- Baden. Mitglieder sind u. a. die ARD-Anstalten und das Deutschlandradio. Die bbp ist der Rückdeckungsversicherer ihrer Mitglieder nach dem Versorgungstarifvertrag neu (VTV).

Bbp: siehe Baden-Badener Pensionskasse

Befreiungsquote: Anteil der befreiten und teilbefreiten Wohnungen an den angemeldeten Wohnungen, z.B. bei Empfängern von Sozialgeld, Arbeitslosengeld II, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

Beitragsperiode: Zeitraum von regelmäßig vier Jahren, in dem aufgrund der mittelfristigen Finanzplanung der Rundfunkanstalten und der Berichterstattung durch die KEF der Rundfunkbeitrag festgelegt ist.

Beitragsservice: siehe zentraler und dezentraler Beitragsservice

Berücksichtigungsfähige Investitionen: Investitionsbedarf des jeweiligen Planungsjahres (ohne die in gesondert angemeldeten Entwicklungsprojekten enthaltenen Investitionen) abzüglich der Ausgaben für Großinvestitionen und der Barwerte der Leasinginvestitionen, zuzüglich der Abschreibungen auf Großvorhaben und der Aufwendungen für Leasingraten.

Besetzte Stellen: Zahl der besetzten Planstellen und sonstigen Stellen. Gibt an, welche Personalkapazitäten in den jeweiligen Anstalten tatsächlich vorhanden sind. Wird in der Regel in Vollzeitäquivalenten angegeben.

Beteiligung: Die Gründung eines Unternehmens oder der Erwerb von Anteilen an einem Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts. Hierzu zählen auch Stiftungen und gemeinnützige Unternehmen sowie GSEA in einer Rechtsform des privaten Rechts.

Beteiligungsbericht: Bericht des Intendanten an das zuständige Aufsichtsgremium über die Beteiligungen einer Rundfunkanstalt und deren Kontrolle (siehe § 16c Abs. 2 RStV).

Beteiligungserträge: Erträge der Rundfunkanstalten – u.a. in Form von Dividenden, Gewinnabführungen oder -anteilen – aus der Tätigkeit ihrer Beteiligungsunternehmen.
Beteiligungs-GSEA: GSEA, die in der Rechtsform einer GmbH oder Stiftung geführt werden.

Beteiligungsportfolio: Alle Beteiligungen einer Rundfunkanstalt oder der ARD.

Betriebliche Altersversorgung: Die Anstalten gewähren ihren Beschäftigten ergänzend zur gesetzlichen Rente Versorgungsleistungen bei Alter, Invalidität oder Tod. Versorgungstarifverträge regeln die Leistungen.

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG): Soll die Aussagekraft des handelsrechtlichen Jahresabschlusses verbessern. Ändert unter anderem die Regelungen für die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen. Das BilMoG führt bei den Anstalten vor allem zu höheren Pensionsrückstellungen.

BilMoG: siehe Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

BIP-Deflator: Misst das Preisniveau und beziffert den aktuellen und den zukünftigen Anteil des Wirtschaftswachstums, der auf Preisveränderungen zurückzuführen ist. Er errechnet sich aus der Division von nominalem und realem Bruttoinlandsprodukt (BIP) und wird u.a. vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht.

Bruttoaufwand: Gesamtheit der Ausgaben für die in einem bestimmten Zeitraum verbrauchten Güter, Dienstleistungen und öffentlichen Abgaben. Wird in der Erfolgsrechnung den erzielten Erträgen gegenübergestellt.

Bruttoeinsparungen: Im Wirtschaftlichkeitsbericht die gesamten von den Anstalten angemeldeten dauerhaften wie vorübergehenden Einsparungen.

Bruttoertrag: Gesamtheit der Einnahmen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums für geschaffene oder zur Verfügung gestellte Güter oder Leistungen erzielt werden. Wird in der Erfolgsrechnung dem Aufwand gegenübergestellt.

Bruttowerbeumsätze: Umsätze aus Werbung vor Erlösschmälerungen (Rabatte, Provisionen und Skonti).

Budgetabgleich: Gegenüberstellung der von der KEF anerkannten Erträge und Aufwendungen mit den tatsächlichen Erträge und Aufwendungen der Rundfunkanstalten.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

DAB: siehe Digital Audio Broadcasting

DAB+: Weiterentwicklung von DAB, bei der mit effizienterer Toncodierung gearbeitet wird.

Deckungsstock: Sondervermögen der Anstalten zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen für Arbeitnehmer/-innen, die ihre Versorgungsansprüche nach dem Versorgungstarifvertrag alt (TVA/ VO, beim ZDF auch VTV neu) erworben haben.

Deckungsstocklücke: Differenz zwischen den Pensionsrückstellungen für die alten Versorgungssysteme und dem Deckungsstock.

Degeto Film GmbH: Zentrale Programmbeschaffungseinrichtung der ARD. Gesellschafter sind die ARD-Anstalten, die zugleich die Finanzmittel für den Etat der Degeto zur Verfügung stellen.

Dezentraler Beitragsservice: Abteilungen der ARD-Landesrundfunkanstalten (vormals Rundfunkgebührenabteilungen), die den vorhandenen Teilnehmerbestand verwalten und das bestehende Teilnehmerpotential ausschöpfen sollen. Sie ergänzen mit ihrer Arbeit den Zentralen Beitragsservice.

Digital Audio Broadcasting (DAB): Verfahren, bei dem in einem Datenstrom, einem so genannten Multiplex, mehrere digital codierte Hörfunkprogramme und begleitende Datendienste übertragen werden.

Digitaler Hörfunk: Hörfunkübertragung mittels DAB+.

Direktanmeldung: Anmeldung aufgrund amtlicher Meldedaten. Erfolgt in den Fällen, in denen der Beitragsschuldner keine Auskünfte nach § 9 Abs. 1 RBStV gegeben hat.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Eigenkosten der Werbegesellschaften: Personal- und Sachaufwendungen der Werbegesellschaften (z. B. Personalaufwand für Mitarbeiter, Aufwendungen für Marketing und Provisionen).

Eigenmittel: siehe Anrechenbare Eigenmittel.

Einrichtung: z.B. gemeinnützige Einrichtungen für behinderte Menschen, öffentliche allgemeinbildende oder berufsbildende Schulen, Feuerwehr und Polizei, die in § 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1-6 RBStV genannt werden.

Erstsendeminuten: Anzahl der Minuten von Sendungen, die erstmals ausgestrahlt wurden.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Fernsehvertragsschlüssel: Festlegung des Leistungsanteils der ARD-Landesrundfunkanstalten für das gemeinsame Fernsehvollprogramm „Das Erste“; der Schlüssel wird auch für andere Leistungsbereiche und insbesondere für anteilige Zahlungsverpflichtungen verwendet.

Finanzausgleichsmasse: Betrag, der von den ARD-Landesrundfunkanstalten für den Finanzausgleich zugunsten von RB und SR aufgebracht wird und sich nach einem Prozentsatz (1 %) des ARD-Nettobeitragsaufkommens bemisst.

Finanzbedarf: ergibt sich aus der Differenz von zukünftigen Einnahmen und Ausgaben der Rundfunkanstalten und wird von der KEF ermittelt.

Finanzwirtschaftliche Parameter: Externe Einflüsse, die von den Rundfunkanstalten nicht beeinflussbar sind (z.B. steuerrechtliche Änderungen). Einsparungen, die auf der Veränderung finanzwirtschaftlicher Parameter basieren, werden nicht als selbst erwirtschaftete Einsparungen angerechnet und nur nachrichtlich ausgewiesen.

Forderungsausfallquote: Anteil aller Wertberichtigungen eines Jahres an den Erträgen aus Teilnehmergebühren und -beiträgen, bei denen nicht zu erwarten ist, dass sie in voller Höhe beglichen werden.

Freie Mitarbeiter: Arbeitnehmerähnliche Personen, die aufgrund eines Dienst- oder Werkvertrags für ein Unternehmen in der Regel persönlich tätig sind, ohne in das Unternehmen eingegliedert zu sein.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Gebühreneinzugszentrale (GEZ): Nicht rechtsfähige Verwaltungseinheit (GSEA) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Köln-Bocklemünd (bis 2012, seitdem Zentraler Beitragsservice).

Gemeinschaftssendungen, -einrichtungen und -aufgaben (GSEA): Sollen durch die zentrale Wahrnehmung gemeinsamer Aufgaben zu Rationalisierungseffekten beitragen (z. B. ARD-aktuell, ARDHauptstadtstudio, Institut für Rundfunktechnik). An mehreren GSEA sind auch ZDF und Deutschlandradio beteiligt. GSEA sind als nicht rechtsfähige Einheit innerhalb einer „federführenden“ Rundfunkanstalt oder als rechtlich selbständige Beteiligung (GmbH) organisiert. Gesamtsendeminuten: Die Summe aller Sendeminuten aus Erstsendungen, Übernahmen und Wiederholungen.

GEZ: siehe Gebühreneinzugszentrale

Großvorhaben: Investitionsausgaben mit einem Investitionsvolumen von mehr als 25 Mio. €.

Grundsatztarifvertrag (GTV): Der GTV bezieht sich auf den Versorgungstarifvertrag alt (TVA/VO), soweit er im Rahmen der Besitzstandsregelungen weiter gilt. Mit dem GTV wurden insbesondere Leistungserhöhungen der betrieblichen Altersversorgung aus Änderungen der gesetzlichen Rentenversicherung 2003 und 2004 weitgehend ausgeschlossen. Beim GTV handelt es sich um den Tarifvertrag der ARD (ohne HR, MDR, SR) und des Deutschlandradio vom 12.09.2005.

Gruppen von ARD-Anstalten: Unter dem Terminus große Anstalten werden BR, NDR, SWR und WDR zusammengefasst. Als mittlere Anstalten werden HR, MDR und RBB bezeichnet. RB und SR bilden die Gruppe der kleinen Anstalten.

GSEA: Siehe Gemeinschaftsendungen, -einrichtungen und -aufgaben.

GTV: siehe Grundsatztarifvertrag


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

HDTV: siehe High Definition TeleVision

High Definition TeleVision (HDTV): Im Vergleich zu den nach herkömmlichen Verfahren übertragenen Bildern (SDTV – Standard Definition TeleVision), bestehen HDTV-Bilder aus wesentlich mehr Bildpunkten (SDTV: 720 * 575, HDTV: z. B. 1280 * 720).

Hoheitskosten: Gebühren, die gemäß Telekommunikationsgesetz bzw. Gesetz über die Elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln zu entrichten sind.

Hörfunksternpunkt: Zentrale technische Schalteinrichtung im angemieteten Dauerleitungsnetz der ARD und Übergang in das internationale Dauerleitungsnetz der Union der Europäischen Rundfunkorganisationen.

HTTP Caching: Technik, um Ressourcen (Dokumente, Bilder, Dateien) zwischen zu speichern, um unnötige Datenübertragungen und Serveranfragen zu vermeiden und Zugriffszeiten zu verringern.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Investitionsausgaben: Berücksichtigungsfähige Investitionen zuzüglich Instandhaltungsaufwendungen.

IIVF: Das „Indexgestützte und Integriere Prüf- und Berechnungsverfahren“ definiert die Ermittlung des Finanzbedarfs anhand der Feststellung und Fortschreibung des Bestandes u.a. mit Hilfe von Indizes, der Feststellung des Entwicklungsbedarfs und des Nachweises von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

IP-Netze: IP ist die Abkürzung für die Familie der Internet-Protokolle. Unter IP-Netzen werden Netze verstanden, über die der Zugriff auf das World Wide Web möglich ist.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Kappungsgrenze: Obergrenze der Investitionen und Instandhaltungsaufwendungen im Planungszeitraum, die ein nachhaltiges und angemessenes Investitionsverhalten sicherstellen soll.

Kassenwirksame Versorgungsleistungen: Zahlungen der Rundfunkanstalten an ihre ehemaligen Beschäftigten im Altersruhestand oder wegen Invalidität oder an Hinterbliebene.

Kommerzielle Tätigkeiten: Betätigungen der Rundfunkanstalten, bei denen Leistungen auch für Dritte im Wettbewerb angeboten werden (Werbung und Sponsoring, Verwertung, Merchandising, Produktion für Dritte, Vermietung von Senderstandorten an Dritte u. a.). Diese Tätigkeiten sind unter Marktbedingungen grundsätzlich durch rechtlich selbständige Tochtergesellschaften zu erbringen.

Kostenerstattungen: Ausgleichszahlungen an die oder zwischen den Rundfunkanstalten für Kosten, die im Zusammenhang mit Leistungen entstehen, oder die im Wesentlichen von einer Rundfunkanstalt erbracht, aber von mehreren Anstalten finanziert werden, wie z. B. Auslandsstudios.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Landesmedienanstalt (LMA): durch Landesgesetz bzw. bilateralen Staatsvertrag errichtete unabhängige öffentlich-rechtliche Einrichtung, mit der Aufgabe der Zulassung und Aufsicht im privaten Rundfunk sowie mit weiteren staatsvertraglichen und landesgesetzlichen Aufgaben.

Leistungsvergütungen: Aufwendungen der Anstalten für freie Mitarbeiter.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Marktkonformität: Kommerzielle Tätigkeiten der Beteiligungsunternehmen müssen unter Marktbedingungen erbracht und dürfen nicht aus Rundfunkbeiträgen subventioniert werden.

Mediamix: Kombination der Werbemedien zur Erreichung der Werbeziele.

Mehrfachgebührentatbestand: In dem bis zum 31. Dezember 2012 geltenden Gerätemodell musste für jedes Rundfunkempfangsgerät eine Gebühr gezahlt werden, sofern der Besitzer über eigenes Einkommen verfügte. Haben z.B. in einer Wohnung Eltern und Kinder mit jeweils eigenem Einkommen und eigenen Geräten zusammengelebt, wurden für jedes Gerät Gebühren erhoben. Mehrheitsbeteiligung: Die Beteiligungsquote einer oder mehrerer Anstalten an einem Beteiligungsunternehmen beträgt mindestens 50 %.

MiFriFi: siehe Mittelfristige Finanzplanung

Mitarbeiterkapazität: Anzahl der Arbeitskräfte umgerechnet in Vollzeit-Arbeitskräfte (englisch: Full-time equivalent; FTE).

Mittelbare Beteiligung: Unternehmen in der Rechtsform des privaten Rechts, an dem die Rundfunkanstalten nur über ein Tochterunternehmen, wie z.B. über ihre Werbegesellschaften, ganz oder teilweise beteiligt sind.

Mittelfristige Finanzplanung (MiFriFi): Finanzplanungen der Rundfunkanstalten für die laufende und die kommende Beitragsperiode.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Nacherhobene Erträge: Erträge aus Anmeldungen für zurückliegende Zeiträume.

Nettoeinsparungen: Die Anstalten haben die Möglichkeit sogenannte Mehrbedarfe für Anpassung und Ausweitung des Bestandes darzustellen. Nach Abzug der Mehrbedarfe von den Bruttoeinsparungen verbleiben die Nettoeinsparungen.

Netto-Tausenderkontaktpreis: Preis nach Erlösschmälerungen, um 1000 Personen mit einem Werbeträger zu erreichen.

Nettowerbeumsätze: Bruttowerbeumsätze nach Abzug von Rabatten, Provisionen und Skonti (Erlösschmälerungen).


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Pageimpression: Kategorie für die Onlinenutzung. Registriert wird der Abruf einer einzelnen Seite mit einem Webbrowser.

Partnerprogramme: Von ARD und ZDF gemeinsam veranstaltete Programme, also Kinderkanal und Phoenix sowie 3sat (zusammen mit Partnern aus Österreich und der Schweiz), und ARTE (mit französischen Partnern).

Planstellen: Im Stellenplan ausgewiesene Stellen. Der Stellenplan ist verbindlicher Bestandteil des Haushaltsplans und wird zeitgleich von den zuständigen Gremien beschlossen. Er stellt die Ermächtigung dar, Stellen in bestimmten Wertigkeiten und organisatorischen Zuordnungen zu besetzen (siehe auch sonstige Stellen).

Planungszeitraum: Zeitraum von sechs Jahren in einem Beitragsbericht, der die letzten zwei Jahre der laufenden Beitragsperiode und die vier der künftigen (neuen) Beitragsperiode umfasst.

Prämienniveau: Rechnerischer Betrag, der zur Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung aufgewendet werden muss. Wird in % des Jahreseinkommens angegeben.

Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen: Koordinationszentrale in München für das ARDGemeinschaftsprogramm Das Erste. Auch zuständig für die ARD-seitige Koordination der Beteiligung an den Satellitenprogrammen 3sat und ARTE.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Quotale Zurechnung: Zurechnung von Anzahl der Mitarbeiter, Umsatz und Bilanzsumme der Beteiligungsunternehmen zu den einzelnen Rundfunkanstalten entsprechend ihrer Beteiligungsquote


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

RÄndStV: siehe Rundfunkänderungsstaatsvertrag.

RBStV: siehe Rundfunkbeitragsstaatsvertrag

Reinvestitionsquote: Relation von berücksichtigungsfähigen Investitionen und Abschreibungen.

RFinStV: siehe Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag

RStV: siehe Rundfunkstaatsvertrag

Rückflüsse: Mittel aus dem Anteil der Landesmedienanstalten am Rundfunkbeitrag, die von der LMA nicht in Anspruch genommen werden und deshalb der Landesrundfunkanstalt zustehen.

Rücklagen: Der RFinStV fordert die Bildung einer Rücklage, wenn die Gesamterträge die Gesamtaufwendungen um mehr als 10 % der jährlichen Gebühreneinnahmen übersteigen. In Rücklagen eingestellte Überschüsse werden bei der Bedarfsermittlung mit einbezogen (siehe § 1 Abs. 4 RFinStV).

Rückstellungen: Verbindlichkeiten, Verluste oder Aufwendungen, die hinsichtlich ihrer Entstehung oder Höhe ungewiss sind, aber mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit erwartet werden. Durch ihre Bildung sollen später zu leistende Ausgaben den Perioden ihrer Verursachung zugerechnet werden.

Ruhendes Teilnehmerkonto: befristete Ausnahme eines TNK vom Beitragseinzug; der Beitragseinzug ruht.

Rundfunkänderungsstaatsvertrag: hiermit werden Änderungen des Rundfunkbeitragsstaatsvertrages und anderer Staatsverträge zum Rundfunk vorgenommen.

Rundfunkbeitragsstaatsvertrag: rechtliche Grundlage für den Rundfunkbeitrag, regelt, wer den Rundfunkbeitrag zu zahlen hat, sowie Ermäßigungen, Befreiungen und die Erhebung des Rundfunkbeitrags.

Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag: regelt Aufgabe, Organisation und Verfahren der KEF, die Höhe des Rundfunkbeitrags, die Verteilung des Beitragsaufkommens auf ARD, ZDF, DLR und LMA und den Finanzausgleich der ARD Landesrundfunkanstalten.

Rundfunkspezifische Teuerungsrate: Wird auf der Grundlage eines rundfunkspezifischen Warenkorbs von den Rundfunkanstalten in Abstimmung mit der KEF ermittelt. Sie berücksichtigt rundfunkspezifische Sachverhalte, die eine Abweichung von der allgemeinen Preissteigerungsrate erwarten lassen.

Rundfunkstaatsvertrag: Der „Staatsvertrag aller Bundesländer über den Rundfunk im vereinten Deutschland“ vom 31.08.1991 ist die wichtigste rechtliche Grundlage für das duale Rundfunksystem der Bundesrepublik.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

SDTV: nach herkömmlichen Verfahren übertragene Fernsehbilder (SDTV – Standard Definition TeleVision).

Simulcast oder Simultaneous Broadcast: Das parallele Ausstrahlen von unterschiedlichen Fernsehoder Hörfunkstandards, z. B. von SDTV und HDTV.

Soll-Ist-Vergleich: Gegenüberstellung der prognostizierten Teuerungsrate (z. B. des Programmaufwandes) mit den tatsächlichen Ist-Teuerungen.

Sondereffekte: Besondere, nicht regelmäßig auftretende (unvorhergesehene) Ereignisse, die die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens kurzfristig verändern. Diese werden aus der Gewinnund Verlustrechnung herausgerechnet. Sondereffekte können in außerordentlichen Erträgen oder Aufwendungen enthalten sein.

Sonstige betriebliche Erträge: Erträge der Rundfunkanstalten aus Programmverwertungen, Koproduktionen und -finanzierungen, Sendermitbenutzung, Mieten und Pachten sowie aus der Auflösung finanzbedarfswirksamer Rückstellungen.

Sonstige Stellen: Zur Deckung besonderer Bedarfe können die Anstalten zeitlich befristete Beschäftigungsverhältnisse begründen. Sofern diese nicht im Stellenplan abgebildet sind, werden sie als sonstige Stellen bezeichnet. Aushilfen und Ausbildungsverhältnisse sind nicht erfasst.

Sonstiger Sachaufwand: Summe der Fremdleistungen aller Art wie z.B. Mieten, Unterhalts- und Bewirtschaftungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Transportkosten, Beiträge und Versicherungen, Post und Telefon, Reise- und Fahrtkosten, Aufwandentschädigungen.

Spartenprogramme: Haben im Unterschied zu Vollprogrammen einen inhaltlichen Schwerpunkt und eine Zielgruppe. ARD und ZDF veranstalten jeweils drei solcher Programme, die zuvor auch als Digitalprogramme bezeichnet wurden (EinsPlus, Einsfestival, tagesschau24 bzw. ZDFneo, ZDFkultur, ZDFinfo). Der BR unterhält mit BRalpha ein weiteres Programm.

Sponsoring: jeder Beitrag „zur direkten oder indirekten Finanzierung einer Sendung, um den Namen, die Marke, das Erscheinungsbild der Person oder Personenvereinigung, ihre Tätigkeit oder ihre Leistungen zu fördern“ (siehe § 2 II Nr. 9 RStV).

Sportgroßereignis: Eine Sportveranstaltung von internationaler Bedeutung und mit hohem Zuschauerinteresse. Die Übertragung ist in der Regel mit hohen Rechtekosten verbunden.

Stellenbesetzungsgrad: Anteil der besetzten Stellen an den gesamten Planstellen (in %).


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Tarifsteigerungen: Ergeben sich aus den von den Anstalten abgeschlossenen Tarifverträgen. Die Kommission orientiert sich bei der Bedarfsbemessung an der Entwicklung der Personalausgaben der Länder.

Teilkonzern: Beteiligungsunternehmen einer Rundfunkanstalt mit eigenen Beteiligungen (Tochterund Enkelgesellschaften) unter einheitlicher Leitung.

Teilnehmerkonto: Beinhaltet alle Daten und Vorgänge zu einem bestimmten Teilnehmer sowie buchhalterische Aspekte und wird durch eine eindeutige Teilnehmernummer identifiziert. Zum 1. Januar 2013 wurde das Teilnehmerkonto in Beitragskonto umbenannt.

Terrestrische Programmverteilung: Ausstrahlung über Sendeanlagen, die auf Türmen oder Bergen stehen.

TNK: siehe Teilnehmerkonto.

TNK-Bereinigung: Die Anstalten erhalten Zahlungen von Teilnehmern, die sie keiner Gebührenoder Beitragsforderungen zuordnen können. Diese Zahlungen erfassen die Anstalten zunächst als Rückzahlungsverpflichtung. Steht fest, dass eine Rückzahlungsverpflichtung nicht (mehr) besteht, buchen die Anstalten den Betrag aus dem TNK aus.

TVA/VO: siehe Versorgungstarifvertrag alt


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Übergangsbeitrag: Für nicht-private Rundfunkteilnehmer, die auf Verlangen bis zum 31. Dezember 2012 keine beitragsrelevanten Tatsachen gemeldet haben, haben die Anstalten einen Übergangsbeitrag festgelegt. Er basiert auf der zuletzt bezahlten Gebühr (§ 14 Abs. 4 RBStV).

Ungedeckter Finanzbedarf: ergibt sich, wenn die Differenz von Einnahmen und Bedarf der Rundfunkanstalten negativ ist.

Unmittelbare Beteiligung: Unternehmen in der Rechtsform des privaten Rechts, an dem eine Rundfunkanstalt allein oder gemeinsam mit anderen Rundfunkanstalten oder anderen Gesellschaftern beteiligt ist. Wird auch als „Tochterunternehmen“ bezeichnet.

Untertitelung: Textzeilen des Gesprochenen unterhalb des Fernsehbildes für gehörlose und schwerhörige Menschen.

Uplink: Technische Einrichtung, die ein Signal von der Erde aus zu einem Satelliten sendet.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

VBL: siehe Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder

Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder VBL: Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder für die Arbeitnehmer/innen des öffentlichen Dienstes. Die KEF zieht die Versorgungsregelungen der VBL als Vergleichsmaßstab für die Versorgungssysteme der Rundfunkanstalten heran.

Versorgungsniveau: Verhältnis der Nettobezüge aus der betrieblichen Altersversorgung und der gesetzlichen Rentenversicherung zum letzten Nettoaktiveinkommen. Das Nettoaktiveinkommen ist das gesamte Jahreseinkommen eines Arbeitnehmers vor Rentenbeginn. Es umfasst in der Regel die Grundvergütung zzgl. tariflicher Sonderzahlungen. Zulagen und Mehrarbeitsvergütungen bleiben unberücksichtigt.

Versorgungstarifvertrag alt (TVA/VO): Die alten Versorgungstarifverträge TVA/VO garantierten überwiegend ein bestimmtes Niveau der Gesamtversorgung einschließlich der gesetzlichen Rente. Es gab sogenannte Auffülleffekte: Einschnitte in der gesetzlichen Rentenversicherung führten zu Erhöhungen bei der betrieblichen Altersversorgung. Deshalb wurde der Grundsatztarifvertrag zur Änderung der alten Versorgungstarifverträge abgeschlossen.

Versorgungstarifvertrag neu (VTV): Die neuen Versorgungstarifverträge (VTV) haben die Versorgungstarifverträge alt (TVA/VO) abgelöst. Wesentliche Inhalte der neuen Tarifverträge waren die Abkehr von der Gesamtversorgung und die Absenkung des Leistungsniveaus. Die neuen Regelungen gelten im Wesentlichen für seit 1993 eingestellte Beschäftigte.

Visit: Kategorie für die Onlinenutzung. Registriert wird der Besuch einer Webseite in einem bestimmten Zeitraum. Dabei wird jeder Nutzer (nach IP-Adresse) nur einmal gezählt, unabhängig davon wie oft die Webseite in diesem Zeitraum besucht wurde.

Vollzeitäquivalente (VZÄ oder FTE – Full-time equivalent): Maßgröße, mit der Personalkapazitäten vergleichbar gemacht werden. Teilzeitarbeitsverhältnisse werden in Vollzeitkapazitäten umgerechnet, so ergeben zwei Halbtagsbeschäftigte ein VZÄ.

Vorabzuweisungen: Teile des Anteils der LMA aus dem Rundfunkbeitrag, die vom Landesgesetzgeber der LMA nicht zugewiesen werden und somit der Landesrundfunkanstalt unmittelbar zufallen.

VTV: siehe Versorgungstarifvertrag neu


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

Werbeerträge: Differenz zwischen den Nettowerbeumsätzen und den damit zusammenhängenden, vor allem in den Werbegesellschaften anfallenden Aufwendungen (z.B. für das Vorabendprogramm der ARD).

Werberahmenprogramm: Fernsehprogramm, welches im Umfeld von Werbung ausgestrahlt wird.

Werbung: jede Äußerung, die im Rundfunk „entweder gegen Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung oder als Eigenwerbung gesendet wird mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich unbeweglicher Sachen, Rechte und Verpflichtungen [...] zu fördern“ (siehe § 2 II Nr. 7 RStV).

Wesentliche Beteiligung: Mehrheitsbeteiligung, die mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt: Mitarbeiterzahl ab 25, Umsatz ab 10 Mio. €, Bilanzsumme ab 10 Mio. €.


A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | Q | R | S | T | U | V | W | Z

ZDF Pensionskasse: Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit für die Arbeitnehmer/innen des ZDF mit Sitz in Mainz.

Zentraler Beitragsservice: Gemeinschaftseinrichtung (GSEA) von ARD, ZDF und Deutschlandradio zur Erhebung des Rundfunkbeitrags mit Sitz in Köln-Bocklemünd (vormals GEZ).


Letzte Aktualisierung 26.02.2014