18. Bericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
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Zwölftes Kapitel
Ausgewählte Bereiche
4. Marketing- und Sonstige Kommunikationsaufwendungen
- Bei den ARD-Anstalten bleiben die Quoten für Marketing- und Sonstige Kommunikationsaufwendungen
im Vergleich zum Gesamtaufwand bei 1,5 %.
-
Bei den Aufwendungen (insbesondere für die Sachkosten) ist für den Zeitraum 2009-2012 eine
Einsparung in Höhe von 6,5 Mio. € festzustellen, die allerdings in der Planung für die neue Gebührenperiode
nicht fortgesetzt wird.
- Bei ZDF und Deutschlandradio sind bei konstanten Quoten keine signifikanten Veränderungen festzustellen.
4.1 Darstellung der Anstalten
4.1.1 ARD
Tz.650
| 17. Bericht Plan 2009-2012 |
18. Bericht Plan 2009-2012 |
Veränderung zum 17. Bericht |
18. Bericht Vorschau 2013-2016 |
Veränderung zum Plan 2009-2012 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Summe Marketingaufwendungen 1 | 226,0 | 218,9 | -7,1 | 218,1 | -0,8 |
| in % zum Gesamtaufwand | 0,9 | 0,9 | 0,9 | ||
| Sonst. Kommunikationsaufwand 2 | 85,1 | 82,2 | -2,9 | 84,3 | 2,1 |
| Summe | 311,1 | 301,1 | -10,0 | 302,3 | 1,2 |
| in % zum Gesamtaufwand | 1,2 | 1,2 | 1,2 | ||
| Personalaufwand inkl. AV | 78,1 | 81,6 | 3,5 | 88,2 | 6,6 |
| Gesamtsumme | 389,2 | 382,7 | -6,5 | 390,5 | 7,8 |
| in % zum Gesamtaufwand | 1,5 | 1,5 | 1,5 | ||
| nachrichtlich: | |||||
| Werbegesellschaften | 98,5 | 97,7 | -0,8 | 101,1 | 3,4 |
| Gegengeschäfte 3 | 8,9 | 10,2 | 1,3 | 9,0 | -1,2 |
| GEZ | k. A. | 25,8 | 19,2 | -6,6 | |
| Summe | 107,4 | 133,7 | 26,3 | 129,4 | -4,3 |
| Gesamtsumme | 496,7 | 516,5 | 19,7 | 519,9 | 3,5 |
| in % zum Gesamtaufwand | 2,0 | 2,1 | 2,0 | ||
| Gesamtaufwand | 25.283,2 | 24.975,1 | 25.576,1 | ||
2 beinhalten 2,2 Mio. € für Programmdirektion 1. Deutsches Fernsehen 2009-2012
3 beinhalten 1,1 Mio. € für Programmdirektion 1. Deutsches Fernsehen 2009-2012
Bei der ARD verringert sich der Anteil der Sachkosten bei den Marketing- und Sonstigen Kommunikationsaufwendungen gegenüber dem 17. Bericht für den Zeitraum 2009-2012 um 10,0 Mio. €. Dagegen erhöhen sich die Personalkosten um 3,5 Mio. €. Somit beträgt die Gesamtsumme für den Aufwand für Marketing und Sonstige Kommunikation inkl. Personalausgaben 382,7 Mio. €, 6,5 Mio. € weniger als im 17. Bericht dargestellt.
Für den Zeitraum 2013-2016 meldet die ARD in ihrer Vorschau 390,5 Mio. € für den Marketing- und Sonstigen Kommunikationsaufwand inkl. Personalaufwand und Altersversorgung an. Durch die Steigerung des Gesamtaufwands bleibt die Quote bei 1,5 %.
Gegengeschäfte und Werbegesellschaften
Tz. 651
Bei den Gegengeschäften ergibt sich für die Jahre 2009-2012 eine geringe Erhöhung im Vergleich
zum 17. Bericht. In der Vorschau für den Zeitraum 2013-2016 liegen die Aufwendungen fast wieder
auf dem Niveau vom 17. Bericht.
Auch bei den Werbegesellschaften, die nachrichtlich betrachtet werden, ergibt sich im Vergleich
zum 17. Bericht für den Zeitraum 2009-2012 mit -0,8 Mio. € keine signifikante Veränderung. In der
Vorschau für 2013-2016 erhöhen sich die Aufwendungen um 3,4 Mio. € auf 101,1 Mio. €. Allerdings
ergeben sich bei der Betrachtung der einzelnen Rundfunkanstalten erhebliche Unterschiede.
Der RBB verzeichnet die höchsten Aufwendungen bei den Werbegesellschaften. Diese liegen mit
23,0 Mio. € ca. 0,5 Mio. € unter den Zahlen des 17. Berichts. Der RBB begründet den Aufwand u.a.
mit Provisionszahlungen der rbb media an die regionale Vermarktungstochter media sales & services
GmbH (mss) und die ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH (AS & S). Zudem entstehen der rbb
media Aufwendungen für Werbekampagnen und Salesmarketing für die fünf Hörfunkprogramme
des RBB mit Werbung.
Der WDR hat seine Aufwendungen für Werbegesellschaften um 7,2 Mio. € verringert. Er begründet
dies mit dem irrtümlichen Ausweis der Callcenter-Leistungen der WDR mediagroup GmbH im
17. Bericht. Laut WDR meldete die WDR mediagroup GmbH in Unkenntnis des in der ARD abgestimmten
Leitfadens die Leistungen für die Callcenter an.
Beim NDR steigen die Aufwendungen für die Werbegesellschaften um 11,0 Mio. € an. Der NDR
erläutert dies mit der erstmaligen Anmeldung des Etatzuschusses der NDR Media zur Unterstützung
des werbetragenden Programms NDR 2. Die Inanspruchnahme des Zuschusses erfolgt ausschließlich
über die NDR-Media. Bisher wurde der Betrag lediglich in der Mifrifi unter "Eigenkosten der Werbegesellschaften"
berücksichtigt. Es handelt sich nach Aussagen der ARD nicht um eine Verlagerung
von Marketingaufwendungen vom NDR zur Werbetochter.
Callcenter der ARD-Anstalten
Tz. 652
Die Kommission hat im 17. Bericht um eine Stellungnahme der Anstalten zur Zuordnung der für
sie tätigen Callcenter gebeten. Die Erläuterungen ergaben, dass vier Anstalten keine Callcenter
betreiben, zwei Anstalten eigene Callcenter unterhalten und die übrigen Anstalten diese Aufgaben
komplett oder zum Teil über Tochtergesellschaften abwickeln.
Pressestellen der ARD-Anstalten
Die Aufgaben und Arbeitsbereiche der Pressestellen und ihre zugeordneten Bereiche sind bei den ARD-Anstalten organisatorisch sehr unterschiedlich aufgestellt. In der Regel sind sie Teil des Kernbereichs Kommunikation und Stabsabteilungen mit direkter Anbindung an die Intendanz. Beim MDR ist der Bereich Presse und Information der "Hauptabteilung Kommunikation" zugeordnet, die wie eine interne Agentur alle Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit bearbeitet. Die Presseabteilung des WDR umfasst neben der internen und externen Kommunikation auch ARD-Foto, eine vom WDR federführend betreute Gemeinschaftseinrichtung der ARD. Entsprechend dem Umfang der Arbeitsgebiete ist auch die personelle Besetzung dieser Abteilungen.4.1.2 GEZ
Tz.653
Die GEZ war bisher nicht in die Betrachtung der Aufwendungen für Marketing und Sonstige Kommunikation
einbezogen. Die GEZ hat ein eigenes Ausgabenbudget, das auch Marketingaufwendungen
für Imagekampagnen für die ARD und das ZDF ausweist.
Entwicklung der Marketingaufwendungen (in Mio. €):
| 2009-2012 Ist und Plan | 2013-2016 Vorschau | |
|---|---|---|
| GEZ Marketing | 13,1 | 12,3 |
| Imagekampagne ARD/ZDF und Begleitkommunikation | 23,6 | 15,0 |
| Gesamtsumme GEZ 1 | 36,7 | 27,3 |
Die Aufeilung des Budgets der GEZ erfolgt nach dem Gebührenschlüssel und ergibt im Mittelwert von 2009 und 2010 für die Rundfunkanstalten und die Landesmedienanstalten folgende Werte (in Mio. €):
| 2009-2012 | 2013-2016 | |
|---|---|---|
| ARD | 25,8 | 19,2 |
| ZDF | 8,5 | 6,3 |
| DRAdio | 0,9 | 0,7 |
| ARTE | 0,8 | 0,6 |
| LMA | 0,7 | 0,5 |
Da die Aufgaben der GEZ eine originäre Verpflichtung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind, sollten zukünftig zur Verbesserung der Transparenz die GEZ-Aufwendungen in den jeweiligen Aufwandsbereichen im Bericht der Kommission mit aufgeführt werden.
4.1.3 ZDF
Tz.654
| 17. Bericht Plan 2009-2012 |
18. Bericht Plan 2009-2012 |
Veränderung zum 17. Bericht |
18. Bericht Vorschau 2013-2016 |
Veränderung zum Plan 2009-2012 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Marketingaufwand | 66,5 | 67,3 | 0,8 | 66,8 | -0,5 |
| in % zum Gesamtaufwand | 0,8 | 0,8 | 0,8 | ||
| Sonst. Kommunikationsaufwand | 30,3 | 31,9 | 1,6 | 34,4 | 2,5 |
| Summe | 96,8 | 99,2 | 2,4 | 101,2 | 2,0 |
| in % zum Gesamtaufwand | 1,2 | 1,2 | 1,2 | ||
| Personalaufwand inkl. AV | 40,8 | 44,4 | 3,6 | 48,3 | 3,9 |
| Gesamtsumme | 137,6 | 143,6 | 6,0 | 149,5 | 5,9 |
| in % zum Gesamtaufwand | 1,7 | 1,8 | 1,7 | ||
| nachrichtlich: | |||||
| Gegengeschäfte | 0,0 | 2,7 | 2,7 | 0,0 | -2,7 |
| GEZ | k. A. | 8,5 | 6,3 | -2,2 | |
| Gesamtsumme | 137,6 | 154,8 | 17,2 | 155,8 | 1,0 |
| in % zum Gesamtaufwand | 1,7 | 1,9 | 1,7 | ||
| Gesamtaufwand | 8.138,4 | 8.121,6 | 8.564,3 | ||
Beim ZDF erhöhen sich die Gesamtaufwendungen für Marketing und Kommunikation im Vergleich zum 17. Bericht für den Zeitraum 2009-2012 um 6,0 Mio. €. Darin enthalten ist eine Steigerung beim Personalaufwand von 3,6 Mio. €.
Die Vorschau für den Zeitraum 2013-2016 ergibt eine weitere Aufwandserhöhung von insgesamt 5,9 Mio. €. Das ZDF begründet dies mit einer Fortschreibung der Sachkosten von 1 % und der Personalkosten von 1,5 % für die Jahre 2013-2016. Mit einem Anteil von 1,8 % für die Jahre 2009- 2012 bzw. 1,7 % für die Jahre 2013-2016 bleibt die Quote weiterhin konstant bei Erhöhung des Gesamtaufwands.
Zum ersten Mal weist das ZDF für die Jahre 2009 und 2010 Aufwendungen für Gegengeschäfte in Höhe von 2,7 Mio. € separat aus. Für die Jahre 2011-2016 plant das ZDF keine Gegengeschäfte; es geht davon aus, seine Werbezeit und andere Sponsoringmöglichkeiten ohne Gegengeschäfte auslasten zu können.
4.1.4 Deutschlandradio
Tz.655
| 17. Bericht Plan 2009-2012 |
18. Bericht Plan 2009-2012 |
Veränderung zum 17. Bericht |
18. Bericht Vorschau 2013-2016 |
Veränderung zum Plan 2009-2012 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Marketingaufwand | 12,7 | 12,2 | -0,5 | 13,8 | 1,6 |
| in % zum Gesamtaufwand | 1,4 | 1,4 | |||
| Sonst. Kommunikationsaufwand | 12,9 | 12,1 | -0,8 | 12,6 | 0,5 |
| Summe | 25,6 | 24,4 | -1,2 | 26,4 | 2,0 |
| in % zum Gesamtaufwand | 2,9 | 2,8 | |||
| Personalaufwand inkl. AV | 3,3 | 3,4 | 0,1 | 3,4 | 0,0 |
| Gesamtsumme | 28,9 | 27,8 | -1,1 | 29,8 | 2,0 |
| in % zum Gesamtaufwand | 3,2 | 3,2 | 3,2 | ||
| zusätzliche Sondermittel für Marketing* | 5,6 | 5,3 | -0,3 | ||
| Sondermittel für Personalaufwand | 0,4 | 0,5 | 0,1 | ||
| Summe Sondermittel 1 | 6,0 | 5,8 | -0,2 | ||
| in % zum Gesamtaufwand | 0,7 | 0,7 | |||
| Summe inkl. Sondermittel | 34,9 | 33,5 | -1,4 | ||
| Nachrichtlich: GEZ | k. A. | 0,9 | 0,7 | -0,2 | |
| Gesamtsumme | 34,4 | 30,5 | -3,9 | ||
| in % zum Gesamtaufwand | 3,9 | 3,9 | 3,7 | ||
| Gesamtaufwand | 890,9 | 868,3 | 939,5 |
Der Aufwand für Marketing und sonstige Kommunikation bleibt beim Deutschlandradio im Planungszeitraum bis 2016 konstant bei einer Quote von 3,2 % vom Gesamtaufwand. Anzumerken ist, dass das Deutschlandradio in der Vorschau für die Jahre 2013-2016 keine Erhöhung der Personalaufwendungen plant.
Die von der Kommission genehmigten Sondermittel für das Frequenzmarketing für die Jahre 2009 und 2010 sind ebenfalls in der Tabelle aufgeführt. Der Abschlussbericht und die Kostenübersicht des Deutschlandradios für die Verwendung dieser Sondermittel umfassen den gesamten Projektzeitraum von 2005-2010 mit genehmigten Projektkosten von insgesamt 18 Mio. €. Es wird dargestellt, wie das eigens entwickelte Marketingkonzept mit Anzeigenkampagnen, Werbespots und Auftritten in 150 Städten umgesetzt wurde. Das Deutschlandradio kommt zu dem Ergebnis, dass die Hörerschaft durch die Umsetzung dieses Projekts messbar angestiegen sei.
4.1.5 ARTE
Tz.656
| 17. Bericht Plan 2009-2012 |
18. Bericht Plan 2009-2012 |
Veränderung zum 17. Bericht |
18. Bericht Vorschau 2013-2016 |
Veränderung zum Plan 2009-2012 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Marketingaufwand | 9,0 | 8,9 | -0,1 | 9,4 | 0,5 |
| in % zum Gesamtaufwand | 1,4 | 1,4 | 1,4 | ||
| Sonst. Kommunikationsaufwand | 3,9 | 3,9 | 0,0 | 4,1 | 0,2 |
| Summe | 12,9 | 12,8 | 13,5 | 0,7 | |
| in % zum Gesamtaufwand | 0,6 | 0,6 | 0,6 | ||
| Personalaufwand inkl. AV | 1,9 | 2,1 | 0,2 | 2,2 | 0,2 |
| Gesamtsumme | 14,8 | 14,9 | 15,7 | ||
| in % zum Gesamtaufwand | 2,3 | 2,3 | 2,3 | 0,7 | |
| GEZ | k. A. | 0,9 | 0,6 | -0,3 | |
| Gesamtsumme | 14,8 | 15,8 | 1,0 | 16,3 | 0,2 |
| in % zum Gesamtaufwand | 2,3 | 2,4 | 2,4 | ||
| Gesamtaufwand | 647,5 | 644,1 | 683,8 |
Die Aufwendungen für Marketing, Sonstige Kommunikation inkl. Personalkosten bleiben im Zeitraum 2009-2012 konstant. Die Quote im Verhältnis zum Gesamtaufwand erhöht sich im 17. Bericht durch die Einbeziehung der Personalaufwendungen, die erst seit dem 17. Bericht mit aufgeführt werden.
In der Vorschau für die Jahre 2013-2016 erhöhen sich die Aufwendungen für Marketing und Sonstige Kommunikation bei Kostensteigerungen der Gesamtaufwendungen inkl. Personalkosten mit Altersversorgung um 0,7 Mio. € bei einer konstanten Quote von 2,3 %.
4.2. Bewertung durch die Kommission
4.2.1 ARD
Tz.657
Die Entwicklung der Marketing- und Sonstigen Kommunikationsaufwendungen bleibt im Vergleich
zum 17. Bericht für den Zeitraum 2009-2012 mit einer Quote von 1,5 % vom Gesamtaufwand konstant.
Auch in der Vorschau für die Jahre 2013-2016 planen die ARD-Anstalten mit einer Quote von
1,5 % bei erhöhtem Gesamtaufwand.
Bei der nachrichtlichen Betrachtung der Werbegesellschaften empfiehlt die Kommission eine
Abstimmung unter den Anstalten, wie bei den unterschiedlichen Zuordnungen der Aufgaben und
Aufwendungen eine Vergleichbarkeit hergestellt werden kann. Sie erwartet hierzu eine Stellungnahme
zum 19. Bericht.
Der Kommission ist bewusst, dass große Anstalten einen höheren Aufwand für Pressearbeit und
Kommunikation zu leisten haben als kleinere Anstalten. Die Berichte der Anstalten zur Organisation
und Zuordnung der Callcenter sowie zu den Aufgaben der Pressestellen ergeben ein unterschiedliches
Bild und zeigen weiterhin Unterschiede in den organisatorischen und inhaltlichen Zuordnungen auf.
Eine einheitliche Abgrenzung der Callcenter-Aufwendungen erscheint unter
diesem Gesichtspunkt fraglich. Die Kommission ist daher der Auffassung, dass eine Vergleichbarkeit
im Sinne des abgesprochenen Leitfadens hergestellt werden sollte und erwartet einen einheitlichen
Ausweis zum 19. KEF-Bericht.
4.2.2 GEZ
Tz.658
Die GEZ wurde bisher nicht in die Betrachtung der Aufwendungen für Marketing und Sonstige
Kommunikation mit einbezogen. Die Aufgaben der GEZ beinhalten eine originäre Verpflichtung
der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Es ist ersichtlich, dass es neben den eigenen Marketingaktivitäten
eine enge Zusammenarbeit bei den Marketingauftritten der GEZ mit den Rundfunkanstalten
gibt. Deshalb hält die Kommission es für erforderlich, diese Aufwendungen nachrichtlich
auszuweisen und zu bewerten. Sie erwartet zum 19. KEF-Bericht einen Bericht über die gesamten
Marketingaktivitäten der GEZ inkl. der gesondert ausgewiesenen Imagekampagnen der Rundfunkanstalten.
4.2.3 ZDF
Tz.659
Beim ZDF steigen die Aufwendungen für Marketing und Sonstige Kommunikation im Zeitraum
2009-2012 leicht an, so dass sich die Quote um 0,1 % auf 1,8 % im Vergleich mit den Gesamtaufwendungen
erhöht. Das ZDF meldet für 2009 und 2010 erstmals Gegengeschäfte an, plant aber für
die nächste Gebührenperiode keine Gegengeschäfte mehr.
In der Vorschau für die Jahre 2013-2016 plant das ZDF mit einer Quote von 1,7 % und erreicht damit
wieder seine Kennzahl wie im 17. KEF-Bericht bei entsprechend gestiegenem Gesamtaufwand.
4.2.4 Deutschlandradio
Tz.660
Nach der Abwicklung des Projekts "Frequenzmarketing" bleibt beim Deutschlandradio sowohl im
Vergleich zum 17. Bericht wie auch in der Vorschau für die Jahre 2013-2016 die Quote von 3,2 %
gleichbleibend. Deutschlandradio plant für die Jahre 2013-2016 keine Erhöhung der Personalaufwendungen.
Dies ist einer Personaleinsparung gleichzusetzen.
