18. Bericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
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Viertes Kapitel
Bestandsbedarf
4. Übrige Aufwendungen/Geschäftsaufwendungen
- Die angemeldeten indexierbaren übrigen Aufwendungen/Geschäftsaufwendungen belaufen sich
für den Planungszeitraum 2013-2016 auf 2.736,0 Mio. € bei der ARD, 706,1 Mio. € beim ZDF,
99,8 Mio. € beim Deutschlandradio und 17,7 Mio. € bei ARTE.
- Von den Anmeldungen erkennt die Kommission beim ZDF 5,0 Mio. € und beim Deutschlandradio
1,7 Mio. € nicht an.
-
Die Kommission erkennt für den Anmeldungszeitraum 2013-2016 gesondert fortzuschreibende
"nicht indexierbare Aufwendungen" an, und zwar bei der ARD 619,4 Mio. €, beim ZDF
11,8 Mio. € und bei Deutschlandradio 64,5 Mio. €.
- Die Werte des Basisjahres 2009 werden im laufenden Gebührenzeitraum 2009-2012 durchschnittlich mit 1,12 % fortgeschrieben. Im Planungszeitraum 2013-2016 wird mit 1,25 % fortgeschrieben.
4.1 Allgemeines
Tz. 217
Nach der KEF-Systematik handelt es sich um die Aufwandskategorien "sonstiger Sachaufwand" und
"nicht indexierbarer Sachaufwand" sowie den anteiligen "Aufwand für die nicht programmbezogenen
Gemeinschaftseinrichtungen und -aufgaben (GSEA)". ARD und Deutschlandradio bilden
diese Aufwandsarten als übrige betriebliche Aufwendungen, ARTE als Geschäftsaufwendungen und
das ZDF als Geschäftsaufwendungen und Andere Aufwendungen in ihren Anmeldungen ab. Die
Aufwendungen der Anstalten sind mit den Aufwandskategorien der Kommission nicht von vornherein
in Übereinstimmung; diese wird durch entsprechende Zu- und Abrechnungen (Bereinigungen)
erreicht, die die Anstalten in gesonderten Überleitungsrechnungen liefern. Anschließend erfolgt
die Aufteilung in indexierbare und nicht indexierbare Bestandteile. Die Kommission bezeichnet die
indexierbaren Bestandteile bei ARD und Deutschlandradio als indexierbare übrige Aufwendungen
und bei ZDF und ARTE als indexierbare Geschäftsaufwendungen. Inhalt und Indexierung dieser
Aufwendungen sind trotz der unterschiedlichen Bereinigungsverfahren und Bezeichnungen bei
allen Anstalten vergleichbar.
Tz. 218
Basisjahr für die Indexierung ist bei allen Anstalten einheitlich das Jahr 2009. Die Kommission überprüft
den Wert des Basisjahres, ob er für den Zeitraum der Anmeldung repräsentativ ist. Gegebenenfalls
wird der Wert korrigiert.
Tz. 219
Die realen BIP-Deflatoren für die Jahre 2009 und 2010 betragen 1,4 % und 0,6 %, die prognostizierten
BIP-Deflatoren laut Finanzplan des Bundes 1,25 % ab 2011 bis 2015. Da die Kommission
sowie die Anstalten in der Vergangenheit stets auf die Anwendung möglichst aktueller Werte
bestanden haben, legt die Kommission für die Fortschreibung des Sachaufwands ab 2011 die Rate
von 1,25 % zugrunde. Damit ergibt sich für den Zeitraum 2009-2012 ein Mittelwert (geometrisches
Mittel) von 1,12 % und für den Zeitraum 2013-2016 ein Mittelwert von 1,25 %. Diese Werte berücksichtigen
die reale gesamtwirtschaftliche Entwicklung.
4.2 Die Anmeldungen der Anstalten
Tz. 220
Der Kommission wurden von den Rundfunkanstalten die nachfolgenden Meldungen über die
geplanten indexierbaren Aufwendungen für den Zeitraum 2013-2016 abgegeben. Als Referenzen
dienen der Finanzbedarf der laufenden Periode 2009-2012 mit dem zum 16. Bericht festgestellten
Finanzbedarf unter Berücksichtigung aktueller Fortschreibungsraten einerseits und der aktuellen
Mittelfristigen Finanzbedarfsplanungen 2009-2016 zum 18. Bericht andererseits. Die nicht indexierbaren
Aufwendungen sind in der folgenden Übersicht nicht enthalten, da diese von den Anstalten
nur bedingt beeinflusst werden können.
| 16. Bericht 2009-2012 (in Mio. €) |
Veränderung (in %) |
18. Bericht 2009-2012 (in Mio. €) |
Veränderung (in %) |
18. Bericht 2013-2016 (in Mio. €) |
|
|---|---|---|---|---|---|
| ARD | 2.835,1 | -4,2 | 2.716,2 | 0,7 | 2.736,0 |
| ZDF | 675,3 | -1,6 | 664,8 | 6,2 | 706,1 |
| DRadio | 98,3 | -4,6 | 94,9 | 6,4 | 99,8 |
| ARTE | 16,5 | 2,8 | 16,9 | 4,3 | 17,6 |
Tz. 221
Die Angaben zum 16. Bericht wurden an die für die Anmeldung zum 18. Bericht vorgenommenen
geänderten Zuordnungen der Aufwandsarten angepasst, um eine uneingeschränkte Vergleichbarkeit
zu gewährleisten. Außerdem wurden die zum 16. Bericht vorliegenden Prognosen zu den
BIP-Deflatoren durch aktuelle Werte ersetzt (vgl. Tz. 219).
4.3 ARD
Tz. 222
Gemäß ihren Erläuterungen haben die ARD-Anstalten in der Mittelfristigen Finanzbedarfsplanung
2013-2016 für den indexierbaren übrigen Aufwand jährliche Steigerungsraten von 0,5 % zugrunde
gelegt und melden daher unterhalb der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Preisentwicklung
von 1,25 % an.
Tz. 223
Die indexierbaren übrigen Aufwendungen ergeben sich wie folgt aus den Anmeldungen der ARDAnstalten:
| übrige betriebliche Aufwendungen |
|---|
| ./. Instandhaltungsaufwendungen |
| ./. Leasingraten |
| ./. Aufwendungen für Ausgleichszahlungen zwischen den Anstalten |
| ./. weiterberechnete nicht programmbezogene GSEA |
| ./. Einstellungen in den MDR-Sonderposten nach § 2 RFinStV a.F. |
| + Zinsen und sonstige Steuern |
| = bereinigte übrige betrieblichen Aufwendungen |
| ./. nicht indexierbarer Aufwand |
| = indexierbarer übriger Aufwand |
Tz. 224
Die in der Finanzbedarfsplanung angegebenen "übrigen betrieblichen Aufwendungen" werden
wie in der Abbildung dargestellt modifiziert. Auf eine ausführliche tabellarische Darstellung der
Bereinigungen, die im Ergebnis zu den "bereinigten übrigen betrieblichen Aufwendungen" führen,
wird im Folgenden verzichtet. Eine weitere Bereinigung erfolgt mit dem Abzug der nicht indexierbaren
Sachaufwendungen. Letztere beinhalten u.a. die in Vorberichten als "Sonderposten" anerkannten
Prämien zur Rückdeckung der Altersversorgung, weil diese nicht der allgemeinen Preissteigerung
unterliegen. Die nicht indexierbaren Aufwendungen werden von den ARD-Anstalten
separat ermittelt und von der Kommission individuell anerkannt. Die programmbezogenen Reiseund
Fahrtkosten sowie ebensolche Mieten, Pachten und Leihgebühren werden anders als bisher
nicht mehr in den Programmaufwand umgruppiert.
Tz. 225
Die ARD melden die folgenden bereinigten übrigen betrieblichen Aufwendungen an:
| bereinigte übrige betriebliche Aufwendungen (in Mio. €) | davon Anteil nicht programmbezogene GSEA (in Mio. €) | abzgl. nicht indexierbare Aufwendungen (in Mio. €) | indexierbare übrige Aufwendungen (in Mio. €) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 984,5 | 73,2 | 280,6 | 703,9 |
| 2009 Ist | 850,0 | 48,4 | 163,8 | 686,2 |
| 2010 Ist | 839,8 | 40,0 | 163,0 | 676,8 |
| 2011 Plan | 821,4 | 58,8 | 147,3 | 674,0 |
| 2012 Vorschau | 828,0 | 47,9 | 148,8 | 679,2 |
| Summe 2009-2012 | 3.339,1 | 195,1 | 622,9 | 2.716,2 |
| 2013 Vorschau | 826,6 | 57,6 | 150,6 | 676,0 |
| 2014 Vorschau | 835,6 | 53,5 | 152,7 | 682,8 |
| 2015 Vorschau | 840,5 | 57,9 | 156,4 | 684,2 |
| 2016 Vorschau | 852,7 | 49,1 | 159,7 | 693,0 |
| Summe 2013-2016 | 3.355,4 | 218,1 | 619,4 | 2.736,0 |
| Summe 2009-2016 | 6.694,5 | 413,2 | 1.242,3 | 5.452,2 |
Tz. 226
Die nicht indexierbaren Aufwendungen hat die Kommission untersucht. Diese liegen für den
Zeitraum 2013-2016 um 3,5 Mio. € oder 0,6 % unter dem Betrag der laufenden Periode. Im Rahmen
dieser Anmeldung wurden im Basisjahr 2009 Aufwendungen in Höhe von 16,7 Mio. € in die nicht
indexierbaren Aufwendungen umgegliedert, da die ARD diese als einmalige Aufwendungen des
Basisjahres (Sonderfaktoren) nicht fortgeschrieben hatte. Der auffallend hohe Referenzbetrag in
2008 betrifft im Wesentlichen Umsatzsteuernachzahlungen (vgl. dazu Tz. 205 zum 17. Bericht).
Tz. 227
Die nicht indexierbaren Aufwendungen in Höhe von 619,4 Mio. € im Zeitraum 2013-2016 setzen
sich wie folgt zusammen: Finanzierungsanteil ARTE 327,4 Mio. €, Aufwandszinsen 4,2 Mio. €,
sonstige Steuern 6,0 Mio. €, Versicherungsprämien zur Rückdeckung von Altersversorgungszusagen
265,5 Mio. € (vgl. Tzn. 174 f.), MDR-Medienförderung 16,4 Mio. €.
Tz. 228
Folgende indexierbare übrige betriebliche Aufwendungen melden die ARD an:
| indexierbare übrige Aufwendungen (in Mio. €) | Veränderung (in %) | 16. Bericht Fortschreibung (in Mio. €) | Veränderung (in %) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 703,9 | 689,4 | 1,00 | |
| 2009 Ist | 686,2 | -2,51 | 699,0 | 1,40 |
| 2010 Ist | 676,8 | -1,37 | 703,2 | 0,60 |
| 2011 Plan | 674,0 | -0,41 | 712,0 | 1,25 |
| 2012 Vorschau | 679,2 | 0,77 | 720,9 | 1,25 |
| Summe 2009-2012 | 2.716,2 | 2.835,1 | ||
| Durchschnitt | -0,89 | 1,12 | ||
| 2013 Vorschau | 676,0 | -0,47 | 729,9 | 1,25 |
| 2014 Vorschau | 682,8 | 1,01 | 739,1 | 1,25 |
| 2015 Vorschau | 684,2 | 0,21 | 748,3 | 1,25 |
| 2016 Vorschau | 693,0 | 1,29 | 757,7 | 1,25 |
| Summe 2013-2016 | 2.736,0 | 2.975,0 | ||
| Durchschnitt | 0,50 | 1,25 | ||
| Summe 2009-2016 | 5.452,2 | 5.810,1 | ||
| Durchschnitt | -0,19 | 1,19 |
Tz. 229
Der Wert 686,2 Mio. € im Basisjahr 2009 liegt 12,8 Mio. € unter dem durch die Kommission im 16.
Bericht anerkannten Betrag von 699,0 Mio. € (vgl. dazu Tz. 220).
Tz. 230
Die angemeldeten Aufwendungen belaufen sich für den Zeitraum 2009-2012 auf 2.716,2 Mio. €.
Dies entspricht einer Absenkung um 118,9 Mio. € oder 4,2 % gegenüber dem im 16. Bericht in Höhe
von 2.835,1 Mio. € anerkannten Bedarf.
Tz. 231
Die Tabelle 55 macht deutlich, dass die Fortschreibung des Basisjahres lt. Anmeldung nicht mit
dem prognostizierten BIP-Deflator übereinstimmt. Die ARD-Anstalten melden in der laufenden
Gebührenperiode 2009-2012 und dem Anmeldungszeitraum 2013-2016 insgesamt betrachtet im
Durchschnitt um 0,2 % sinkende Aufwendungen an. Die angemeldeten Steigerungsraten der indexierbaren
übrigen Aufwendungen liegen im Zeitraum 2009-2012 bei durchschnittlich - 0,9 % und
im Planungszeitraum 2013-2016 bei + 0,5 %. Demgegenüber betragen die einer realen gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung entsprechenden Preissteigerungsraten 1,12 % bzw. 1,25 % (vgl. Tz. 219).
Tz. 232
Außer Einsparungen gibt es einen weiteren Sachverhalt, der die Steigerungsraten der übrigen
betrieblichen Aufwendungen im angegebenen Planungszeitraum beeinflusst. Die ARD bleibt bei
den von ihr vorgelegten Planwerten für die sonstigen betrieblichen Erträge sowie die sonstigen
Kostenerstattungen (z.T. deutlich) hinter den erzielten Ist-Erträgen zurück. Als Begründung für
diese Planung hat die ARD ausgeführt, bei verschiedenen Ertragspositionen sei eine Planung der
Erträge aufgrund fehlender Planungsgrundlagen problematisch, weshalb die ARD hier quasi eine
"Nettoplanung" vornehme. Hierbei würden weder die jeweiligen Erträge noch die dazugehörigen
Aufwendungen geplant.
Tz. 233
Die Kommission ist dieser Auffassung nicht gefolgt und hat entsprechende finanzbedarfsmindernde
Zuschätzungen bei den sonstigen betrieblichen Erträgen im Zeitraum 2011-2016 vorgenommen.
Auf eine Nachmeldung von Aufwendungen hat die ARD gleichwohl verzichtet. Im Ergebnis fehlen
auf der Aufwandsseite im Planungszeitraum quantifizierbare Aufwendungen, die mit den Zuschätzungen
korrespondieren. Hierdurch kommt es zu scheinbar niedrigen Steigerungsraten beim Vergleich
der Planwerte mit den Ist-Werten. Die Kommission sieht allerdings keine Veranlassung, nicht
angemeldete Aufwendungen zu berücksichtigen. Die ARD hat angekündigt, im 19. Bericht sowohl
Erträge als auch Aufwendungen vollumfänglich zu planen.
Tz. 234
Die ARD begründet die niedrigen Steigerungsraten auch mit erheblichen Einsparungen im Zeitraum
2009-2016. Da sie weder zu den nicht geplanten Aufwendungen noch zu den Einsparungen Angaben
macht, hat die Kommission den Wert des Basisjahres auf Auffälligkeiten im Hinblick auf die angemeldeten
Beträge im Planungszeitraum 2013-2016 untersucht (vgl. dazu ausführlich Tzn. 96 ff. zur Basisrepräsentativität
bei den Programmaufwendungen). Die Kommission stellte fest, dass der Wert im
Basisjahr für den gesamten Betrachtungszeitraum nicht repräsentativ ist, und zwar auch nach der bereits
erfolgten Umgliederung in den nicht indexierbaren Aufwand (vgl. Tz. 226). Sowohl in Relation zu den
Planwerten als auch zu den Referenzwerten der Vorjahre 2005-2008 (selbst unter Berücksichtigung
ebenfalls signifikanter Abweichungen in den Jahren 2008 und 2010) beträgt die Abweichung von der
Trendlinie, die auf Grundlage der mittelfristigen Planungen der Anstalten ermittelt wurde, 2,4 %. Damit
ergibt sich eine Basiskorrektur im Jahre 2009 um weitere 15,3 Mio. € auf 670,9 Mio. € nach unten. Dieser
Wert wird entsprechend der realen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (vgl. Tz. 219) fortgeschrieben.
Tz. 235
Die Gegenüberstellung der Anmeldung mit dem nach Verfahrenshandbuch fortgeschriebenen Basiswert
ergibt folgende Referenzwerte:
| indexierbare übrige Aufwendungen (in Mio. €) | Veränderung (in %) | Fortschreibung (in Mio. €) | Veränderung (in %) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 703,9 | |||
| 2009 Ist | 686,2 | -2,51 | 670,9 | 1,40 |
| 2010 Ist | 676,8 | -1,37 | 674,9 | 0,60 |
| 2011 Plan | 674,0 | -0,41 | 683,4 | 1,25 |
| 2012 Vorschau | 679,2 | 0,77 | 691,9 | 1,25 |
| Summe 2009-2012 | 2.716,2 | 2.721,1 | ||
| Durschnitt | -0,89 | 1,12 | ||
| 2013 Vorschau | 676,0 | -0,47 | 700,6 | 1,25 |
| 2014 Vorschau | 682,8 | 1,01 | 709,3 | 1,25 |
| 2015 Vorschau | 684,2 | 0,21 | 718,2 | 1,25 |
| 2016 Vorschau | 693,0 | 1,29 | 727,2 | 1,25 |
| Summe 2013-2016 | 2.736,0 | 2.855,2 | ||
| Durschnitt | 0,50 | 1,25 | ||
| Summe 2019-2016 | 5.452,2 | 5.576,3 | ||
| Durschnitt | -0,19 | 1,19 |
Tz. 236
Die für den Zeitraum 2013-2016 von der ARD angemeldeten indexierbaren übrigen Aufwendungen
in Höhe von 2.736,0 Mio. € liegen unterhalb des Referenzwertes von 2.855,2 Mio. €, der sich unter
Zugrundelegung einer realen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gemäß dem nach Verfahrenshandbuch
fortgeschriebenen Basiswert ergibt.
4.4 ZDF
Tz. 237
Das ZDF hat nach eigenen Erläuterungen in der Mittelfristigen Finanzvorschau für den Zeitraum
2013-2016 eine jährliche Steigerungsrate von 1,0 % zugrunde gelegt und liegt damit unter dem
prognostizierten BIP-Deflator von 1,25 %.
Tz. 238
Die indexierbaren Geschäftsaufwendungen ergeben sich wie folgt aus den Anmeldungen des ZDF:
| Geschäftsaufwendungen und Andere Aufwendungen |
|---|
| ./. Abschreibungen |
| ./. Ertragsteuern |
| ./. produktionsbezogene Fremdleistungen |
| ./. nicht abzugsfähige Vorsteuern auf Aufwendungen, die nicht zu den Geschäftsaufwendungen zählen |
| ./. Aufwand für Gebühreneinzug |
| ./. Aufwand für Projekte |
| ./. Instandhaltungsaufwendungen |
| = bereinigte Geschäftsaufwendungen |
| ./. nicht indexierbarer Aufwand |
| = indexierbarer Geschäftsaufwand |
Tz. 239
Die in der Finanzbedarfsplanung angegebenen Geschäftsaufwendungen und Anderen Aufwendungen
werden wie vorstehend dargestellt modifiziert. Die Korrekturen zur Ermittlung der bereinigten
Geschäftsaufwendungen werden im Weiteren nicht tabellarisch dargestellt. Die darüber
hinaus erfolgte Bereinigung um den nicht indexierbaren Anteil hingegen wird erläutert, da diese
vom ZDF separat ermittelt und von der Kommission individuell anerkannt wird. Die Aufwendungen
für ZDF-Enterprises GmbH, der Anteil von 42,7 % an den programmbezogenen Sachaufwendungen
und die nicht programmbezogenen Aufwendungen der Gemeinschaftssendungen, -einrichtungen
und -aufgaben der Rundfunkanstalten (GSEA) werden anders als bisher nicht mehr in Abzug gebracht.
Dadurch wird eine unmittelbare Vergleichbarkeit mit den anderen Anstalten hergestellt.
Tz. 240
Das ZDF meldet die folgenden bereinigten Geschäftsaufwendungen an:
| bereinigte Geschäftsaufwendungen | davon Anteil nicht programmbezogene GSEA | abzgl. nicht indexierbare Aufwendungen | indexierbare Geschäftsaufwendungen | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 153,6 | 6,1 | 1,3 | 152,3 |
| 2009 Ist | 167,8 | 6,1 | 3,1 | 164,7 |
| 2010 Ist | 166,5 | 6,1 | 2,9 | 163,6 |
| 2011 Plan | 169,0 | 6,2 | 1,9 | 167,1 |
| 2012 Vorschau | 172,8 | 6,4 | 3,4 | 169,4 |
| Summe 2009-2012 | 676,1 | 24,7 | 11,3 | 664,8 |
| 2013 Vorschau | 181,5 | 6,4 | 3,2 | 178,3 |
| 2014 Vorschau | 173,0 | 6,5 | 3,0 | 170,0 |
| 2015 Vorschau | 183,9 | 6,6 | 2,8 | 181,1 |
| 2016 Vorschau | 179,4 | 6,7 | 2,7 | 176,7 |
| Summe 2013-2016 | 717,9 | 26,2 | 11,8 | 706,1 |
| Summe 2019-2016 | 1.394,0 | 50,9 | 23,1 | 1.370,9 |
Tz. 241
Die Kommission hat die nicht indexierbaren Aufwendungen im Zeitraum 2013-2016 untersucht.
Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen von 11,8 Mio. €, im Wesentlichen im Zusammenhang
mit der Finanzierung des Großprojekts Hauptstadtstudio. Der Betrag liegt 0,5 Mio. € unter
dem Betrag der laufenden Periode.
Tz. 242
Folgende indexierbare Geschäftsaufwendungen meldet das ZDF an:
| indexierbare Geschäftsaufwendungen (in Mio. €) | Veränderung (in %) | 16. Bericht Fortschreibung (in Mio. €) | Veränderung (in %) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 152,3 | 164,2 | ||
| 2009 Ist | 164,7 | 8,14 | 166,5 | 1,40 |
| 2010 Ist | 163,6 | -0,67 | 167,5 | 0,60 |
| 2011 Plan | 167,1 | 2,14 | 169,6 | 1,25 |
| 2012 Vorschau | 169,4 | 1,38 | 171,7 | 1,25 |
| Summe 2009-2012 | 664,8 | 1,10 | 675,3 | |
| Durschnitt | 1,12 | |||
| 2013 Vorschau | 178,3 | 5,25 | 173,9 | 1,25 |
| 2014 Vorschau | 170,0 | -4,66 | 176,0 | 1,25 |
| 2015 Vorschau | 181,1 | 6,53 | 178,2 | 1,25 |
| 2016 Vorschau | 176,7 | -2,43 | 180,5 | 1,25 |
| Summe 2013-2016 | 706,1 | 708,6 | ||
| Durschnitt | 1,06 | 1,25 | ||
| Summe 2019-2016 | 1.370,9 | 1.383,9 | ||
| Durschnitt | 1,08 | 1,19 |
Tz. 243
Der Wert 164,7 Mio. € im Basisjahr 2009 liegt 1,8 Mio. € unter dem durch die Kommission im
16. Bericht anerkannten Betrag von 166,5 Mio. € (vgl. dazu Tz. 221). Im 17. Bericht wird unter
Tz. 208 auf Mehraufwendungen in den Jahren 2008 und 2009 hingewiesen. Diese Mehraufwendungen
betrafen jedoch nach der neuen Berechnungsmethode vorweg eliminierte Instandhaltungsaufwendungen,
die ab dem 18. Bericht nicht mehr im Sachaufwand enthalten sind (vgl. Tz. 238).
Insofern sieht die Kommission keinen Anlass für eine Änderung.
Tz. 244
Die indexierbaren Geschäftsaufwendungen des Zeitraums 2009-2012 liegen mit 664,8 Mio. € um
10,5 Mio. € oder 1,6 % unterhalb des zum 16. Bericht anerkannten Bedarfs von 675,3 Mio. €.
Tz. 245
Die Kommission schreibt die Basis 2009 entsprechend der realen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
(vgl. Tz. 219) durchschnittlich mit 1,12 % p.a. für den Zeitraum 2009-2012 fort.
Tz. 246
Die Steigerungsraten der indexierbaren Geschäftsaufwendungen liegen im Anmeldungszeitraum
2013-2016 durchschnittlich bei 1,06 %. Die Kommission schreibt den indexierbaren Aufwand mit
einer jährlichen Preissteigerungsrate von 1,25 % fort (vgl. Tz. 219). Die Gegenüberstellung der
Anmeldung mit dem nach Verfahrenshandbuch fortgeschriebenen Basiswert ergibt folgende Referenzwerte:
| indexierbare Geschäftsaufwendungen (in Mio. €) | Veränderung (in %) | Fortschreibung (in Mio. €) | Veränderung (in %) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 152,3 | |||
| 2009 Ist | 164,7 | 8,14 | 164,7 | 1,40 |
| 2010 Ist | 163,6 | -0,67 | 165,7 | 0,60 |
| 2011 Plan | 167,1 | 2,14 | 167,8 | 1,25 |
| 2012 Vorschau | 169,4 | 1,38 | 169,9 | 1,25 |
| Summe 2009-2012 | 664,8 | 668,0 | ||
| Durschnitt | 1,10 | 1,12 | ||
| 2013 Vorschau | 178,3 | 5,25 | 172,0 | 1,25 |
| 2014 Vorschau | 170,0 | -4,66 | 174,2 | 1,25 |
| 2015 Vorschau | 181,1 | 6,53 | 176,4 | 1,25 |
| 2016 Vorschau | 176,7 | -2,43 | 178,5 | 1,25 |
| Summe 2013-2016 | 706,1 | 701,1 | ||
| Durschnitt | 1,06 | 1,25 | ||
| Summe 2019-2016 | 1.370,9 | 1.369,1 | ||
| Durschnitt | 1,08 | 1,19 |
Tz. 247
Die für den Zeitraum 2013-2016 vom ZDF angemeldeten indexierbaren Geschäftsaufwendungen
liegen um 5 Mio. € oberhalb des Referenzwertes von 701,1 Mio. €.
4.5 Deutschlandradio
Tz. 248
Das Deutschlandradio schreibt lt. eigenen Angaben die übrigen betrieblichen Aufwendungen mit
einer durchschnittlichen negativen Steigerungsrate von 0,5 % fort. Ursächlich dafür ist die niedrigere
Anmeldung im nicht indexierbaren Sachaufwand. Die in der Mittelfristigen Finanzbedarfsplanung
angemeldeten Aufwendungen für den Zeitraum 2009-2016 wurden vorweg um die Instandhaltungsaufwendungen
bereinigt, die im Zusammenhang mit den Sachinvestitionen untersucht
werden und daher in den folgenden Tabellen nicht dargestellt werden. Die weitere Bereinigung um
die nicht indexierbaren Aufwendungen wird erläutert.
Tz. 249
Das Deutschlandradio hat folgende bereinigte übrige betriebliche Aufwendungen angemeldet:
| bereinigte übrige betriebliche Aufwendungen (in Mio. €) | davon Anteil nicht programmbezogene GSEA (in Mio. €) | abzgl. nicht indexierbare Aufwendungen (in Mio. €) | indexierbare übrige Aufwendungen (in Mio. €) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 40,2 | 2,0 | 14,5 | 25,7 |
| 2009 Ist | 41,1 | 2,5 | 19,2 | 21,9 |
| 2010 Ist | 44,3 | 2,7 | 20,6 | 23,7 |
| 2011 Plan | 42,4 | 3,1 | 17,7 | 24,7 |
| 2012 Vorschau | 42,3 | 2,9 | 17,7 | 24,6 |
| Summe 2009-2012 | 170,1 | 11,2 | 75,2 | 94,9 |
| 2013 Vorschau | 41,0 | 2,8 | 16,3 | 24,7 |
| 2014 Vorschau | 40,8 | 2,9 | 15,9 | 24,9 |
| 2015 Vorschau | 41,1 | 2,8 | 16,1 | 25,0 |
| 2016 Vorschau | 41,4 | 2,9 | 16,2 | 25,2 |
| Summe 2013-2016 | 164,3 | 11,4 | 64,5 | 99,8 |
| Summe 2009-2016 | 334,4 | 22,6 | 139,7 | 194,7 |
Tz. 250
Die Kommission hat die nicht indexierbaren Aufwendungen im Anmeldungszeitraum 2013-2016 untersucht.
Sie setzen sich wie folgt zusammen: Prämienaufwendungen für Lebensversicherungen und
Pensionskassen 15,3 Mio. €, Aufwendungen für die Rundfunk Orchester und Chöre Berlin GmbH 49,2
Mio. €. Die Anmeldung liegt 10,7 Mio. € oder 14,2 % unter dem Betrag der laufenden Periode. Dies
ist die wesentliche Ursache für die vom Deutschlandradio angegebene Absenkungsrate.
Tz. 251
Die folgenden indexierbaren übrigen Aufwendungen wurden vom Deutschlandradio angemeldet:
| indexierbare übrige Aufwendungen (in Mio. €) | Veränderung (in %) | 16. Bericht Fortschreibung (in Mio. €) | Veränderung (in %) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 22,9 | 23,9 | 1,00 | |
| 2009 Ist | 21,9 | -4,37 | 24,2 | 1,40 |
| 2010 Ist | 23,6 | 7,76 | 24,4 | 0,60 |
| 2011 Plan | 24,8 | 5,08 | 24,7 | 1,25 |
| 2012 Vorschau | 24,6 | -0,81 | 25,0 | 1,25 |
| Summe 2009-2012 | 94,9 | 98,3 | ||
| Durschnitt | 1,81 | 1,12 | ||
| 2013 Vorschau | 24,7 | 0,41 | 25,3 | 1,25 |
| 2014 Vorschau | 24,9 | 0,81 | 25,6 | 1,25 |
| 2015 Vorschau | 25,0 | 0,40 | 25,9 | 1,25 |
| 2016 Vorschau | 25,2 | 0,80 | 26,3 | 1,25 |
| Summe 2013-2016 | 99,8 | 103,1 | ||
| Durschnitt | 0,60 | 1,25 | ||
| Summe 2019-2016 | 194,7 | 201,4 | ||
| Durschnitt | 1,20 | 1,19 |
Tz. 252
Basis für die Bestandsfortschreibung ist vereinbarungsgemäß das Ist des Jahres 2009 in Höhe von
21,9 Mio. €. Das Deutschlandradio hat für die Fortschreibung den Ist-Wert um 1,3 Mio. € abgesenkt
und das mit einmaligen Effekten begründet. Da jedoch in dieser Korrektur nicht indexierbare Aufwendungen
von 2,4 Mio. € enthalten sind, ergibt sich per Saldo eine Erhöhung um 1,1 Mio. €. Mit
23,0 Mio. € liegt dieser Wert immer noch 1,2 Mio. € unter dem im 16. Bericht anerkannten Bedarf
von 24,2 Mio. € (vgl. Tz. 221). Insofern sieht die Kommission keine Veranlassung zur Korrektur.
Tz. 253
Die Aufwendungen belaufen sich für den Zeitraum 2009-2012 auf 94,9 Mio. €. Dies entspricht einer
Verringerung um 3,4 Mio. € oder 3,5 % gegenüber dem im 16. Bericht in Höhe von 98,3 Mio. €
anerkannten Bedarf.
Tz. 254
Die Kommission schreibt die erhöhte Basis 2009 unter Berücksichtigung der realen gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung (vgl. Tz. 219) mit durchschnittlich 1,12 % p.a. für den Zeitraum 2009-2012
fort.
Tz. 255
Die Steigerungsraten der indexierbaren übrigen Aufwendungen liegen im Anmeldungszeitraum
2013-2016 durchschnittlich bei 0,6 %. Die Kommission schreibt die indexierbaren übrigen Aufwendungen
mit einer jährlichen Preissteigerungsrate von 1,25 % fort (vgl. Tz. 219). Die Gegenüberstellung
der Anmeldung mit dem nach Verfahrenshandbuch fortgeschriebenen Basiswert ergibt
folgende Referenzwerte:
| indexierbare übrige Aufwendungen (in Mio. €) | Veränderung (in %) | Fortschreibung (in Mio. €) | Veränderung (in %) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 22,9 | 22,7 | ||
| 2009 Ist | 21,9 | -4,37 | 23,0 | 1,40 |
| 2010 Ist | 23,6 | 7,76 | 23,2 | 0,60 |
| 2011 Plan | 24,8 | 5,08 | 23,5 | 1,25 |
| 2012 Vorschau | 24,6 | -0,81 | 23,8 | 1,25 |
| Summe 2009-2012 | 94,9 | 93,5 | ||
| Durschnitt | 1,81 | 1,12 | ||
| 2013 Vorschau | 24,7 | 0,41 | 24,1 | 1,25 |
| 2014 Vorschau | 24,9 | 0,81 | 24,4 | 1,25 |
| 2015 Vorschau | 25,0 | 0,40 | 24,7 | 1,25 |
| 2016 Vorschau | 25,2 | 0,80 | 25,0 | 1,25 |
| Summe 2013-2016 | 99,8 | 98,1 | ||
| Durschnitt | 0,60 | 1,25 | ||
| Summe 2019-2016 | 194,7 | 191,6 | ||
| Durschnitt | 1,20 | 1,19 |
Tz. 256
Die für den Zeitraum 2013-2016 vom Deutschlandradio angemeldeten indexierbaren übrigen Aufwendungen
liegen oberhalb des Referenzwertes von 98,1 Mio. €.
4.6 ARTE
Tz. 257
Die von ARTE angemeldeten Geschäftsaufwendungen werden um Abschreibungen und Aufwendungen
für Gebühreneinzug und die nicht indexierbaren Aufwendungen (sonstige Steuern) bereinigt
und bestehen aus Aufwendungen für Programmbeobachtung, Öffentlichkeitsarbeit, Sonstige
Kommunikationsaufwendungen, Sachkosten Internet und übrige Aufwendungen. In letzteren sind
aus Gründen der Wesentlichkeit auch die Investitionsausgaben enthalten.
| indexierbare Geschäftsaufwendungen (in Mio. €) | Veränderung (in %) | 16. Bericht Fortschreibung (in Mio. €) | Veränderung (in %) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 3,9 | 4,0 | 1,00% | |
| 2009 Ist | 4,1 | 4,79 | 4,1 | 1,40 |
| 2010 Ist | 4,2 | 0,51 | 4,1 | 0,60 |
| 2011 Plan | 4,3 | 3,68 | 4,1 | 1,25 |
| 2012 Vorschau | 4,3 | -0,07 | 4,2 | 1,25 |
| Summe 2009-2012 | 16,9 | 16,5 | ||
| Durschnitt | 2,21 | 1,12 | ||
| 2013 Vorschau | 4,3 | 0,51 | 4,2 | 1,25 |
| 2014 Vorschau | 4,4 | 1,45 | 4,3 | 1,25 |
| 2015 Vorschau | 4,4 | 1,02 | 4,3 | 1,25 |
| 2016 Vorschau | 4,5 | 0,92 | 4,4 | 1,25 |
| Summe 2013-2016 | 17,6 | 17,3 | ||
| Durschnitt | 0,98 | 1,25 | ||
| Summe 2019-2016 | 34,6 | 33,7 | ||
| Durschnitt | 1,59 | 1,19 |
Tz. 258
Von den für den Zeitraum 2013-2016 gemeldeten Aufwendungen entfallen 81,1 % auf die Programmbeobachtung
bzw. Öffentlichkeitsarbeit. Zum 16. Bericht hatte diese Relation für den
Zeitraum 2009-2012 82,9 % betragen. Maßstäbe für die Angemessenheit dieser Aufwendungen
bestehen nicht. Die Aufwendungen belaufen sich für den Zeitraum 2009-2012 auf 16,9 Mio. €. Sie
liegen damit um 0,4 Mio. € geringfügig oberhalb des im 16. Bericht anerkannten Betrags (vgl.
Tz. 221). Die Kommission sieht darin keinen Anlass zur Korrektur.
Tz. 259
Die Kommission schreibt die Basis 2009 entsprechend der realen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
(vgl. Tz. 219) mit p.a. 1,12 % für den Zeitraum 2009-2012 fort.
Tz. 260
Die Steigerungsraten der indexierbaren Geschäftsaufwendungen liegen in der Periode 2013-2016
durchschnittlich bei 1,0 %. Die Kommission schreibt den bereinigten Aufwand mit einer jährliche
Preissteigerungsrate von 1,25 % fort (vgl. Tz. 219). Die Gegenüberstellung der Anmeldung mit dem
nach Verfahrensheft fortgeschriebenen Basiswert ergibt folgende Referenzwerte:
| indexierbare Geschäftsaufwendungen (in Mio. €) | Veränderung (in %) | Fortschreibung (in Mio. €) | Veränderung (in %) | |
|---|---|---|---|---|
| 2008 Ist | 3,9 | 4,1 | ||
| 2009 Ist | 4,1 | 4,79 | 4,1 | 1,40 |
| 2010 Ist | 4,2 | 0,51 | 4,2 | 0,60 |
| 2011 Plan | 4,3 | 3,68 | 4,2 | 1,25 |
| 2012 Vorschau | 4,3 | -0,07 | 4,3 | 1,25 |
| Summe 2009-2012 | 16,9 | 16,8 | ||
| Durschnitt | 2,21 | 1,12 | ||
| 2013 Vorschau | 4,3 | 0,51 | 4,3 | 1,25 |
| 2014 Vorschau | 4,4 | 1,45 | 4,4 | 1,25 |
| 2015 Vorschau | 4,4 | 1,02 | 4,4 | 1,25 |
| 2016 Vorschau | 4,5 | 0,92 | 4,5 | 1,25 |
| Summe 2013-2016 | 17,6 | 17,6 | ||
| Durschnitt | 0,98 | 1,25 | ||
| Summe 2019-2016 | 34,6 | 34,4 | ||
| Durschnitt | 1,59 | 1,19 |
Tz. 261
Die für den Zeitraum 2009-2012 von ARTE angemeldeten indexierbaren übrigen Aufwendungen
von 17,6 Mio. € entsprechen dem Referenzwert.
4.7 Bewertung durch die Kommission
Tz. 262
Von den indexierbaren Anteilen an den übrigen betrieblichen Aufwendungen/Geschäftsaufwendungen
erkennt die Kommission den angemeldeten Bedarf von ARD (2.736,0 Mio. €) und ARTE
(17,6 Mio. €) an. Zur Herstellung der Basisrepräsentativität korrigiert die Kommission den Wert des
Basisjahres 2009 bei der ARD um 15,3 Mio. € nach unten. Dies führt zu keinen Konsequenzen für
den Finanzbedarf.
Tz. 263
Der vom ZDF angemeldete Betrag von 706,1 Mio. € wird in Höhe von 5,0 Mio. € nicht anerkannt.
Das Deutschlandradio meldet 99,8 Mio. € an. Davon werden von der Kommission 1,7 Mio. € nicht
anerkannt. Die Kürzungen entsprechen beim ZDF 0,7 % der Anmeldung und beim Deutschlandradio
1,7 %.
Tz. 264
Die Kommission erkennt die für den Planungszeitraum 2013-2016 gemeldeten, nicht indexierbaren
Anteile der übrigen betrieblichen Aufwendungen/Geschäftsaufwendungen der Anstalten an. Diese
betragen bei der ARD 619,4 Mio. €, beim ZDF 11,8 Mio. € und beim Deutschlandradio 64,5 Mio. €.
