18. Bericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
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Drittes Kapitel
Leistungsdaten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
2. Hörfunk
Tz. 60
Für den Hörfunk liegt die Gesamtsendeleistung im Jahr 2010 bei rd. 32,5 Mio. Sendeminuten. Seit
2003 gibt es keine größeren Veränderungen. Für das Jahr 2010 zeigt sich ein minimaler Anstieg, da
ab 2010 die Sendeleistung des neuen Hörfunkprogramms DRadio Wissen erstmals berücksichtigt ist.
Tz. 61
Die Sendeleistung für die Kategorie "Wort" liegt mit rd. 12,8 Mio. Sendeminuten und einem Wort-
Anteil von 39,5 %, gemessen an der Gesamtsendeleistung, so hoch wie zuletzt 2003. Insgesamt sind
die Schwankungen als eher marginal zu bewerten.
Tz. 62
Die Anzahl der analog ausgestrahlten Hörfunkprogramme hat sich mit insgesamt 57 Programmen
im Vergleich zu 2008 um zwei erhöht. Die Zahl der ausschließlich digital zu empfangenden Hörfunkprogramme
ist gegenüber 2008 konstant geblieben.
Abbildung 12|1: Das Leistungsangebot des öffentlich-rechtlichen Hörfunks / Entwicklung der Sendeminuten
Abbildung 12|2: Das Leistungsangebot des öffentlich-rechtlichen Hörfunks / Anzahl der Hörfunkprogramme
Tz. 63
Beim ARD-Hörfunk weisen zwei Ressorts auffällige Werte für die Selbstkosten und für die Relation
von Selbstkosten je Sendeminute auf. Dies sind die Ressorts "Information und Service" sowie
"Kultur und Bildung". Das erstgenannte ist dabei zudem unter Berücksichtigung der Sendeminuten
von erheblicher Bedeutung, während für das Ressort "Kultur und Bildung" vergleichsweise weniger
Sendeminuten angeboten wurden. Die anderen Ressorts liegen bei Betrachtung der Selbstkosten
vergleichsweise dicht beieinander, unterscheiden sich aber mitunter sehr stark in der Sendeleistung
und folglich in der Relation von Selbstkosten und Sendeminuten. So weist das Ressort "Rock-/Popmusik"
eine deutlich höhere Sendeleistung auf als die Ressorts "Unterhaltungsmusik", "Klassik"
und "Unterhaltung".
Abbildung 13: Prioritätensetzung beim ARD-Hörfunk
Tz. 64
Für das Deutschlandradio zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier lässt die Prioritätensetzung unter
Betrachtung der Selbstkosten und der Sendeleistung einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt im
Bereich "Information und Service" erkennen. Mit etwas Abstand folgt dann das Ressort "Kultur und
Bildung". Wiederum mit etwas Abstand folgen die verbleibenden Programmbereiche, wobei sich
vor allem für das Verhältnis von Selbstkosten zu Sendeminuten kaum nennenswerte Unterschiede
zeigen. Lediglich die Ressorts "Unterhaltung" und "Kultur und Bildung" heben sich hier von den
anderen Bereichen ab.
Abbildung 14: Prioritätensetzung beim Deutschlandradio
