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Kommission zur Ermittlung des
Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
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17. Bericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten

| 17. Bericht (als PDF - 2.293KB) |

Viertes Kapitel
Bestandsbedarf

3. Gesamtdarstellung Personal

  • Für eine Gesamtdarstellung Personal ist die Darstellung der Personalaufwendungen mit den entsprechenden Planstellen und Sonstigen Stellen um eine Betrachtung insbesondere der freien Mitarbeiter sowie der Mitarbeiterkapazitäten bei Gemeinschaftssendungen, -einrichtungen und -aufgaben (GSEA) und Beteiligungen zu ergänzen, da die dadurch entstehenden Aufwendungen weitgehend nicht im Personalaufwand enthalten sind.
  • Die jährlichen Steigerungsraten der "Gesamtaufwendungen für Personal" sollen im Planungszeitraum 2009-2012 im Durchschnitt bei der ARD 2,1 %, beim ZDF 0,5 % und beim Deutschlandradio 3,8 % betragen.
  • Der hohe Wert der Gesamtsteigerung beim Deutschlandradio erklärt sich im Wesentlichen durch die zusätzlichen 28 Planstellen für das Entwicklungsprojekt DRadio Wissen ab 2009 in Verbindung mit einer deutlichen Planunterschreitung im Jahr 2008, die durch Sparmaßnahmen zur Zwischenfinanzierung von DRadio Wissen vorgenommen wurde.
  • Gegenüber der Anmeldung zum 16. Bericht werden die "Gesamtaufwendungen für Personal" bei der ARD um 2,6 % und bei Deutschlandradio um 2,8 % erhöht und beim ZDF um 0,9 % reduziert.

3.1 Grundlagen der Personalwirtschaft

Tz. 183
Die Rundfunkanstalten setzen zur Erbringung ihrer jeweiligen Leistungen unterschiedliche Personengruppen ein:

  • fest angestellte Mitarbeiter,
  • eigene Mitarbeiter mit Zeitverträgen,
  • Aushilfen,
  • freie Mitarbeiter,
  • Mitarbeiter bei GSEA,
  • Mitarbeiter in Projekten und
  • (indirekt) Mitarbeiter bei Beteiligungsunternehmen.


Diese Personengruppen mit unterschiedlichem arbeitsrechtlichem Status werden in abweichender Zusammensetzung eingesetzt — u.a. abhängig vom jeweiligen Geschäftsmodell (Hörfunk national/ regional, Fernsehen national/regional, Anteil Eigenproduktion bzw. Fremdbezug).

Die dadurch verursachten Aufwendungen werden teilweise unterschiedlichen Aufwandsarten zugeordnet:
  • Personalaufwand (fest angestellte Mitarbeiter, eigene Mitarbeiter mit Zeitverträgen, Aushilfen; ZDF: Mitarbeiter bei GSEA; ARD: teilweise Mitarbeiter bei GSEA); Tz. 183

  • Programmaufwand (freie Mitarbeiter, Mitarbeiter bei Beteiligungsunternehmen, ARD: teilweise Mitarbeiter bei GSEA);

  • Sachaufwand (Mitarbeiter bei Beteiligungsunternehmen, ARD: teilweise Mitarbeiter bei GSEA).
Die Kommission hat die Kriterien und Einflussfaktoren zuletzt in der Gesamtdarstellung Personal im 15. Bericht, Kapitel 10, ausführlich dargestellt.

3.2 Darstellung des gesamten Personalbereichs

Tz. 184
In den folgenden Tabellen werden die Personalstruktur und die entsprechenden Aufwendungen für ARD, ZDF und Deutschlandradio dargestellt und Relationen zum Gesamtaufwand aufgeführt.

Ein Vergleich der Anmeldungen zum 17. Bericht gegenüber den angesetzten Beträgen im 16. Bericht schließt sich an.

Die Tabellen umfassen Bestand und Entwicklung (anerkannte Projekte).

Die Stellenentwicklung und die Entwicklung der Aufwendungen werden in den Tzn. 122 ff. dargestellt.

Tz. 185
Die Personalaufwendungen für GSEA werden von der ARD teilweise auch im Programm- und Sachaufwand ausgewiesen.

In den folgenden Tabellen der ARD werden neben Phoenix auch die GSEA ausgewiesen, an denen nur ARD-Anstalten beteiligt sind. An Phoenix ist außer der ARD das ZDF beteiligt.

Die anderen GSEA (mit mehreren Beteiligten) sind in den Tabellen nicht enthalten; sie werden in Abschnitt 3.4 ausschließlich verbal dargestellt. Diese Aufwendungen werden bei den ARD-Anstalten und beim Deutschlandradio im Programm- oder Sachaufwand, beim ZDF im Personalaufwand ausgewiesen.

Die unterschiedliche Zuordnung der Aufwendungen für Mitarbeiter bei GSEA (bei ARD auf drei Aufwandsarten) erschwert eine vergleichende Analyse und ist für den 18. Bericht für Phoenix, ARDHauptstadtstudio und ARD-aktuell zu bereinigen. Die Kommission erwartet für den 18. Bericht in den Finanzbedarfsanmeldungen einen kostenartengerechten Ausweis der Aufwendungen dieser GSEA mit entsprechenden Korrekturen auch bei den Programm- und Sachaufwendungen, um die erforderliche Vergleichbarkeit herzustellen.

Tz. 186
Aufwendungen für freie Mitarbeiter (im Wesentlichen Leistungsvergütungen) werden im Programmaufwand angemeldet.

Tz. 187
Die Personalaufwendungen bei Beteiligungsunternehmen (u.a. aus Outsourcingmaßnahmen) werden verbal erläutert; eine vollständige oder anteilige Zurechnung zu den Anstalten wird nicht vorgenommen, da die Beteiligungsunternehmen z.T. wesentlich für Dritte tätig sind.

Tz. 188
In die folgende Analyse der Personalwirtschaft werden die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung nicht einbezogen, da die Besonderheiten der betrieblichen Altersversorgung einen Vergleich und eine einheitliche Bewertung der Planzahlen erschweren. Über die Altersversorgung wird gesondert in Tzn. 142 ff. berichtet.

Tab. 36 Gesamtdarstellung Personal ARD (in Mio. € bzw. Stellen)
  2005-2008 Ist 2009 Plan 2010 Vorschau 2011 Vorschau 2012 Vorschau 2009-2012 2005-2012
Personalaufwand ohne Altersversorgung 5.625,4 1.459,4 1.482,2 1.512,3 1.538,9 5.992,8 11.618,2
Steigerungsrate 0,3% 2,0% 1,6% 2,0% 1,8% 1,8% 1,2%
davon entfallen auf:
- Bestandsbedarf 5.620,9 1.458,2 1.481,1 1.511,1 1.537,7 5.988,1 11.609,0
- Entwicklungsbedarf 4,4 1,1 1,2 1,2 1,2 4,7 9,2
nachrichtlich:
Aufwendungen für Altersversorgung1 1.919,2 510,3 481,3 479,9 516,7 1.988,2 3.907,3
Aufwendungen für Altersteilzeit2 53,7 8,2 6,4 5,8 4,9 25,3 79,1
Personalaufwand inkl. Altersversorgung3 7.598,3 1.977,9 1.969,9 1.998,0 2.060,5 8.006,3 15.604,6
Personalaufwand der GSEA (innerhalb ARD und Phoenix) 166,0 46,0 46,7 47,0 47,6 187,3 353,3
Gesamtpersonalaufwand ohne Alterversorgung 5.791,4 1.505,4 1.529,0 1.559,3 1.586,5 6.180,1 11.971,5
Leistungsvergütungen für freie Mitarbeiter 1.877,3 511,9 524,2 529,7 540,9 2.106,7 3.984,0
Gesamtaufwendungen für Personal 7.668,7 2.017,2 2.053,2 2.089,0 2.127,4 8.286,8 15.955,5
Bereinigter Gesamtaufwand 23.839,8 6.191,9 6.330,9 6.278,4 6.482,1 25.283,2 49.123,0
Anteil am Gesamtaufwand:
- Personalaufwand 23,6% 23,6% 23,4% 24,1% 23,7% 23,7% 23,7%
- Personalaufwand der GSEA 0,7% 0,7% 0,7% 0,7% 0,7% 0,7% 0,7%
- Gesamtpersonalaufwand 24,3% 24,3% 24,2% 24,8% 24,5% 24,4% 24,4%
- Leistungsvergütungen 7,9% 8,3% 8,3% 8,4% 8,3% 8,3% 8,1%
- Gesamtaufwendungen für Personal 32,2% 32,6% 32,4% 33,3% 32,8% 32,8% 32,5%
Planstellen   20.660 20.600 20.564 20.541   
davon entfallen auf:
- Bestandsbedarf   20.645 20.585 20.549 20.526   
- Entwicklungsbedarf   15 15 15 15   
Sonstige Stellen   545 509 504 504   
Stellen   21.205 21.109 21.068 21.046   
Besetzte Planstellen   19.701 19.656 19.627 19.602   
davon entfallen auf:
- Bestandsbedarf   19686 19641 19612 19587   
- Entwicklungsbedarf   15 15 15 15   
Stellenbesetzungsquote Planstellen   95,4% 95,4% 95,4% 95,4%   
Besetzte Sonstige Stellen   545 509 504 504   
Besetzte Stellen   20.246 20.165 20.132 20.107   
Veränderungsrate   -0,1% -0,4% -0,2% -0,1% -0,2% p.a.  
Mitarbeiterkapazität der GSEA (innerhalb ARD und Phoenix)   657 654 647 646   
Besetzte Gesamtstellen   20.902 20.819 20.779 20.753   
Veränderungsrate   -0,1% -0,4% -0,2% -0,1% -0,2% p.a.  
Nachrichtlich: Wirtschaftlichkeitsmaßnahmen
(Umschichtungen) durch Verzicht
auf Personaleinstellungen für neue
Aufgaben im Bestand (Stellen)
613 117 85 83 87 372 985

1), 2) betreffen nur Bestandsbedarf, 3) betreffen Bestands- und Entwicklungsbedarf

Tz. 189
Die im Vergleich zu ZDF und Deutschlandradio geringe Veränderung der besetzten Stellen bei der ARD ist auch darauf zurückzuführen, dass die ARD bisher nur das Ziel bestätigt hat, den Wirtschaftlichkeitsabschlag von 50 Mio. € durch eine Reduzierung im "erweiterten Personalaufwand" (einschließlich personalrelevantem Sachaufwand und Einsatz von Fremdfirmen) sowie weiterer Maßnahmen (Reduzierung von Aushilfskräften u.ä.) umzusetzen und keine entsprechende Stellenreduzierung geplant hat (vgl. Tz. 491).

Die ARD beabsichtigt, von 2009-2012 insgesamt 372 Stellen aufgrund unterschiedlicher Rationalisierungsmaßnahmen zu erwirtschaften und durch Umschichtungen für neue Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Auch deshalb sei es der ARD bislang nicht gelungen, den von der KEF im 16. Bericht erwarteten zusätzlichen Abbau von 300 Stellen bis Ende 2012 umzusetzen.

Tab. 37 Gesamtdarstellung Personal ZDF (Mio. € bzw. Stellen)
  2005-2008 Ist 2009 Plan 2010 Vorschau 2011 Vorschau 2012 Vorschau 2009-2012 2005-2012
Personalaufwand ohne Altersversorgung 1.073,0 267,2 266,4 270,9 275,5 1.080,0 2.153,0
Steigerungsrate 1,0% 2,5% -0,3% 1,7% 1,7% 0,1% 0,5%
davon entfallen auf:
- Bestandsbedarf 1.052,2 267,2 266,4 270,9 275,5 1.080,0 2.132,2
- Entwicklungsbedarf 1.052,2 267,2 266,4 270,9 275,5 1.080,0 2.132,2
nachrichtlich:
Aufwendungen für Altersversorgung 326,4 63,3 63,2 64,2 65,3 256,0 582,4
Personalaufwand inkl. Altersversorgung 1.399,4 330,5 329,5 335,2 340,8 1.336 2.735,4
Personalaufwand der GSEA im Personalaufwand des ZDF enthalten
Gesamtpersonalaufwand ohne Alterversorgung 1.073,0 267,2 266,4 270,9 275,5 1.080,0 2.153,0
Leistungsvergütungen für Personal und freie Mitarbeiter 332,3 86,4 88,1 89,9 91,7 356,1 688,4
Gesamtaufwendungen für Personal 1.405,3 353,6 354,5 360,8 367,2 1.436,1 2.841,4
Gesamtaufwand 7.597,9 1.966,7 2.051,2 1.988,0 2.132,5 8.138,4 15.736,3
Anteil am Gesamtaufwand:
- Personalaufwand 14,1% 13,6% 13,0% 13,6% 12,9% 13,3% 13,7%
- Leistungsvergütungen 4,4% 4,4% 4,3% 4,5% 4,3% 4,4% 4,3%
- Gesamtaufwendungen für Personal 18,5% 18,0% 17,3% 18,2% 17,2% 17,7% 18,1%
Planstellen   3.631 3.631 3.631 3.631   
davon entfallen auf:
- Bestandsbedarf   3.631 3.631 3.631 3.631   
- Entwicklungsbedarf   0 0 0 0   
Sonstige Stellen   -115 -155 -195 -235   
Stellen   3516 3476 3436 3396   
Besetzte Planstellen   3.558 3.558 3.558 3.558   
davon entfallen auf:
- Bestandsbedarf   3.558 3.558 3.558 3.558   
- Entwicklungsbedarf   0 0 0 0   
Stellenbesetzungsquote Planstellen   98,0% 98,0% 98,0% 98,0%   
Besetzte Sonstige Stellen   -113 -152 -191 -230   
Mitarbeiterkapazität der GSEA in besetzte Stellen des ZDF enthalten;
Besetzte Stellen/Gesamtstellen   3.445 3.406 3.367 3.328   
Veränderungsrate   -0,3% -1,1% -1,2% -1,2% -1,0% p.a.  
Nachrichtlich: Wirtschaftlichkeitsmaßnahmen
(Umschichtungen) durch Verzicht
auf Personaleinstellungen für neue
Aufgaben im Bestand (Stellen)
  0 0 0 0   

Tz. 190
Zusätzlicher Personalbedarf insbesondere für Projekte soll beim ZDF nicht durch neue Planstellen, sondern im Rahmen der genehmigten Planstellen gedeckt werden.

Die negativen Sonstigen Stellen entstehen dadurch, dass das ZDF keine Entscheidung der Gremien zur Planstellenreduzierung — verbunden auch mit einer konkreten Zuordnung zu Organisationseinheiten, Aufgaben und Funktionen — herbeiführen möchte. Das ZDF hat darauf hingewiesen, dass sich die Minusposition im Laufe der Gebührenperiode konkretisieren wird. Am Ende der Gebührenperiode soll ein Ausgleich zwischen Planstellen und Sonstigen Stellen — möglicherweise durch eine entsprechende Absenkung des Stellenplans — vorgenommen werden. Die Kommission erwartet vom ZDF im 18. Bericht eine veränderte und damit transparentere Darstellung zur Stellenreduzierung.

Für die Beurteilung durch die Kommission sind die insgesamt besetzten Stellen (besetzte Planstellen abzüglich negative Sonstige Stellen) maßgeblich.

Das ZDF hatte zum 16. Bericht Wirtschaftlichkeitsmaßnahmen (Umschichtungen) durch Verzicht auf Personaleinstellungen für neue Aufgaben im Bestand (Stellen) von insgesamt 120 angemeldet. Im Rahmen der Anmeldung zum 17. Bericht macht das ZDF geltend, diese ursprünglich vorgesehenen Wirtschaftlichkeitsmaßnahmen neben den Stelleneineinsparungen entsprechend der Selbstbindungserklärung (bis 2008) und dem von der KEF vorgenommenen pauschalen Wirtschaftlichkeitsabschlag für 2009-2012 von rd. 100 Stellen nicht mehr erbringen zu können.

%
Tab. 38 Gesamtdarstellung Personal Deutschlandradio (in Mio. € bzw. Stellen)
  2005-2008 Ist 2009 Hochrg. 2010 Vorschau 2011 Vorschau 2012 Vorschau 2009-2012 2005-2012
Personalaufwand ohne Altersversorgung 193,8 52,3 55,0 55,8 56,9 220,0 413,9
Steigerungsrate 0,2 % 8,6 % 5,1 % 1,6 % 2,0 % 4,3 % 2,2
davon entfallen auf:
- Bestandsbedarf 193,8 51,8 53,3 54,1 55,2 214,3 408,2
- Entwicklungsbedarf 0 0,6 1,7 1,7 1,7 5,7 5,7
nachrichtlich:
Aufwendungen für Altersversorgung und
Rückstellungen für Altersteilzeit
63,5 18,9 17,5 16,5 17,4 70,3 133,9
Personalaufwand inkl. Altersversorgung 257,4 71,3 72,5 72,3 74,3 290,3 547,7
Personalaufwand der GSEA (nur Deutschlandradio) 0 0 0 0 0 0 0
Leistungsvergütungen für freie Mitarbeiter1 32,4 8,6 8,8 9,0 9,2 35,6 68,0
Gesamtaufwendungen für Personal 226,2 60,9 63,8 64,9 66,1 255,7 481,9
Gesamtaufwand 807,2 212,8 226,7 221,5 230,1 890,9 1.698,1
Anteil am Gesamtaufwand:
- Personalaufwand 24,0 % 24,6 % 24,3 % 25,2 % 24,7 % 24,7 % 24,3 %
- Leistungsvergütungen 4,0 % 4,0 % 4,0 % 4,0 % 4,0 % 4,0 % 4,0 %
- Gesamtaufwendungen für Personal 28,0 % 28,6 % 28,2 % 29,3 % 28,7 % 28,7 % 28,3 %
Planstellen   723 723 723 723   
davon entfallen auf:
- Bestandsbedarf   695 695 695 695   
- Entwicklungsbedarf   28 28 28 28   
Sonstige Stellen   5 5 0 0   
Stellen   728 728 723 723   
Besetzte Planstellen   687 685 688 686   
davon entfallen auf:
- Bestandsbedarf   659 657 660 658   
- Entwicklungsbedarf   28 28 28 28   
Stellenbesetzungsquote Planstellen   95,0 % 94,7 % 95,2 % 94,9 %   
Besetzte Sonstige Stellen   5 5 0 0   
Mitarbeiterkapazität der GSEA (nur Deutschlandradio)   0 0 0 0   
Besetzte Stellen/Gesamtstellen   692 690 688 686   
Veränderungsrate   4,5 % - 0,3 % - 0,3 % - 0,3 % 0,9% p.a.  
Nachrichtlich: Wirtschaftlichkeitsmaßnahmen
(Umschichtungen) durch Verzicht
auf Personaleinstellungen für neue
Aufgaben im Bestand (Stellen)
101,5 25,0 25,0 25,0 25,0 100,0 201.5
1) Nur Bestandsbedarf ausgewiesen. Mittel für DRadio Wissen noch nicht berücksichtigt, da noch nicht abzuschätzen, wie viele Programmmittel auf Leistungsvergütungen entfallen.

3.3 Analyse und Bewertung der Gesamtaufwendungen für Personal

Tz. 191
In den folgenden Tabellen werden die Entwicklung der Gesamtaufwendungen für Personal von 2005-2012 sowie die Entwicklung vom 16. zum 17. Bericht für 2009-2012 dargestellt.

Dabei umfassen die "Gesamtaufwendungen für Personal" die Personalaufwendungen (Bestandsund Entwicklungsbedarf; ohne Altersversorgung und ohne Rückstellungen für Altersteilzeit), teilweise die Personalaufwendungen der GSEA sowie die Leistungsvergütungen für freie Mitarbeiter.

Tab. 39 Entwicklung der "Gesamtaufwendungen für Personal" 2005-2012 und Veränderung gegenüber Vorjahr
  ARD ZDF Deutschlandradio
  Aufwendungen (in Mio. €) Veränderung (in %) Aufwendungen (in Mio. €) Veränderung (in %) Aufwendungen (in Mio. €) Veränderung (in %)
2004 Ist 1.898,0  343,8  56,0 
2005 Ist 1.893,9 -0,2 345,0 0,3 56,8 1,5
2006 Ist 1.907,3 0,7 349,0 1,2 56,6 -0,5
2007 Ist 1.920,2 0,7 350,9 0,6 55,9 -1,2
2008 Ist 1.959,8 2,1 360,4 2,7 56,9 1,8
Summe 2005-2008 7.681,2 0,8 1.405,3 1,2 226,2 0,4
2009 Plan1 2.017,2 2,9 353,6 -1,9 60,9 7,0
2010 Vorschau 2.053,2 1,8 354,5 0,2 63,8 4,8
2011 Vorschau 2.089,0 1,7 360,8 1,8 64,9 1,6
2012 Vorschau 2.127,4 1,8 367,2 1,8 66,1 2,0
Summe 2009-2012 8.286,8  1.436,1  255,7 
Durchschnitt  2,1  0,5  3,8
Summe 2005-2012 15.968,0  2.841,4  481,9 
Durchschnitt  1,4  0,8  2,1
1) Deutschlandradio: Hochrechnung

Tab. 40 Anmeldungen der Anstalten zum 17. Bericht im Vergleich zu den anerkannten Beträgen im 16. Bericht (in Mio. €)
  ARD ZDF Deutschlandradio
  16. Bericht1 Anmeldung 17. Bericht Abweichung 16. Bericht Anmeldung 17. Bericht Abweichung 16. Bericht Anmeldung 17. Bericht Abweichung
2009 1.963,8 2.017,2 53,4 352,9 353,6 0,7 60,6 60,9 0,3
2010 1.999,3 2.053,2 53,9 359,1 354,5 -4,6 61,6 63,8 2,2
2011 2.036,4 2.089,0 52,6 365,3 360,8 -4,5 62,7 64,9 2,1
2012 2.076,8 2.127,4 50,6 371,8 367,2 -4,6 63,7 66,1 2,4
Summe 2009-2012 8.076,3 8.286,8 210,5 1.449,1 1.436,1 -13,0 248,6 255,7 7,0
Abweichung (in %)   2,6   -0,9   2,8
1) gegenüber Tab. 21 des 16. Berichts um die Personalaufwendungen Phoenix erhöht

3.3.1 ARD

Tz. 192
Bei der ARD erhöhen sich die Gesamtaufwendungen für Personal im Zeitraum 2009-2012 um durchschnittlich 2,1 % p.a.

Gegenüber den anerkannten Beträgen im 16. Bericht hat die ARD um 2,6 % höhere Aufwendungen angemeldet. Von den zusätzlichen 210,5 Mio. € entfallen 103,8 Mio. € auf die Personalaufwendungen ohne Altersversorgung und Vorruhestand (vgl. Tz. 128), 94,6 Mio. € auf Leistungsvergütungen für freie Mitarbeiter (BR, SWR, WDR und HR) sowie 12,1 Mio. € auf Personalaufwand der GSEA.

Tz. 193
Die ARD plant im Betrachtungszeitraum eine Reduzierung der Gesamtzahl der besetzten Stellen um durchschnittlich 0,2 % p.a. Gegenüber den Anmeldungen zum 16. Bericht soll die Zahl der besetzten Stellen reduziert werden. Die Aufwendungen für freie Mitarbeiter steigen im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 2,2 % an.

Tz. 194
Bei Tochterunternehmen entstanden außerdem im Jahr 2005 Personalaufwendungen für etwa 1.500 (bei 100 %- Beteiligungen) bzw. 760 Beschäftigte (bei 50 %-100 %- Beteiligungen; Anzahl jeweils zum 31. Dezember). Der damit verbundene Personalaufwand belief sich auf rd. 92 Mio. € bzw. 39 Mio. €. Nach den Angaben der ARD hat sich die Größenordnung sowohl hinsichtlich der Anzahl der Beschäftigten als auch des Personalaufwands nicht nennenswert verändert.

Als wesentliche zukünftige Veränderungen der Mitarbeiterkapazitäten sowie der Personalaufwendungen bei den Beteiligungsgesellschaften im Planungszeitraum 2009-2012 nannte die ARD Erhöhungen bei der WDR-Tochtergesellschaft WDR mediagroup GmbH und deren Tochtergesellschaften aufgrund von Geschäftsausweitungen. Die Personalaufwendungen sollen von 13,9 Mio. € (für 217 Mitarbeiter) im Jahr 2005 auf 17,0 Mio. € (für 267 Mitarbeiter) im Jahr 2012 ansteigen.

Ein Großteil der Beteiligungsunternehmen der ARD-Landesrundfunkanstalten erbringt Leistungen für Dritte in erheblichem Umfang. So produzieren beispielsweise die großen Produktionsbeteiligungsunternehmen Bavaria oder Studio Hamburg in erheblichem Maße für Dritte sowie für das ZDF.

3.3.2 ZDF

Tz. 195
Beim ZDF erhöhten sich die Gesamtaufwendungen für Personal im Zeitraum 2009-2012 um durchschnittlich 0,5 % p.a. Im gleichen Zeitraum soll die Zahl der besetzten Stellen um durchschnittlich 1,0 % p.a. reduziert werden.

Gegenüber den angesetzten Beträgen im 16. Bericht plant das ZDF zum 17. Bericht einen um 0,9 % geringeren Anstieg der Aufwendungen.
Bei Tochterunternehmen entstehen jährlich weitere Personalaufwendungen (ca. 12 Mio. € bei 100 %- Beteiligungen für ca. 200 Mitarbeiter).

3.3.3 Deutschlandradio

Tz. 196
Beim Deutschlandradio steigen die Gesamtaufwendungen für Personal im Zeitraum 2009-2012 um durchschnittlich 3,8 % p.a. an. Die besetzten Stellen erhöhen sich um durchschnittlich 0,9% p.a.

Der hohe Wert der Gesamtsteigerung beim Deutschlandradio erklärt sich im Wesentlichen durch die zusätzlichen 28 Planstellen für das Entwicklungsprojekt DRadio Wissen ab 2009 in Verbindung mit einer deutlichen Planunterschreitung im Jahr 2008, die durch Sparmaßnahmen zur Zwischenfinanzierung von DRadio Wissen erreicht wurde.

Gegenüber den anerkannten Beträgen im 16. Bericht hat das Deutschlandradio zum 17. Bericht eine Erhöhung der Aufwendungen um 2,8 % angemeldet. Die Steigerung erklärt sich durch die zusätzlichen Personalaufwendungen für das Entwicklungsprojekt DRadio Wissen, für die von der KEF zusätzlich anerkannten Mittel für fünf befristete Stellen für Frequenzmarketing in den Jahren 2009 und 2010 sowie eine höhere unterstellte Tarifsteigerung für die Jahre 2009 und 2010.

Bei Tochterunternehmen des Deutschlandradios (Beteiligungsquote 100 %) entstehen weitere Personalaufwendungen (2007: 4,6 Mio. € für 103 Mitarbeiter zum 31. Dezember). Die Deutschlandradio Service GmbH (DRS) führt in steigendem Umfang Aufgaben aus, die früher von Drittfirmen erledigt wurden.

3.3.4 GSEA mit Beteiligung anderer Stellen

Tz. 196
Bei GSEA mit Beteiligung der ARD und des ZDF (z.B. GEZ, Kinderkanal) und bei GSEA mit Beteiligung Dritter (z.B. 3sat mit Beteiligung von ARD, ZDF, ORF und SF DRS) fallen im Zeitraum 2009-2012 jährlich durchschnittlich Personalaufwendungen in Höhe von ca. 70 Mio. € für durchschnittlich 1.209 Mitarbeiter an. Sie betreffen im Wesentlichen Mitarbeiter bei der GEZ (1.097) und beim Kinderkanal (52).

Das Deutschlandradio hat lediglich die Federführung einer GSEA inne. Es handelt sich um den Korrespondentenplatz in Prag. Dort fallen jährliche Personalaufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. € an.


Letzte Aktualisierung 25.01.2010