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Kommission zur Ermittlung des
Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
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17. Bericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten

| 17. Bericht (als PDF - 2.293KB) |

5.Kapitel
Entwicklungsbedarf/Projekte

4. Projekte des ZDF

4.1 DVB-T

Tz. 273
Das ZDF meldete erstmals zum 12. Bericht einen Bedarf für DVB-T an. Dieser belief sich für die prognostizierte Projektlaufzeit von zehn Jahren auf 104,8 Mio. €. Nach einer ersten Kürzung zur Anpassung an die Projektanmeldung der ARD um 9,4 Mio. € mit dem 12. Bericht und einer zweiten Kürzung um 5 % (4,8 Mio. €) mit Blick auf die verkürzte "Simulcastphase" mit dem 14. Bericht erkannte die Kommission im 14. Bericht einen Bedarf von insgesamt 90,6 Mio. € an. Die nachfolgende Tabelle dokumentiert die Projektfinanzierung. Alle Angaben erfolgen in Mio. €.

Summe anerkannter Bedarf90,6
Mittelabfluss vor 2001 gemäß 14. Bericht1,0
Mittelabfluss 2001-2004 gemäß 16. Bericht36,8
Mittelabfluss 2005-2008 gemäß 17. Bericht33,2
Summe Mittelabfluss bis 2008 gemäß 17. Bericht71,0
Angemeldeter Bedarf 2009-2010 gemäß 17. Bericht16,6
Gesamtbedarf für das Projekt gemäß 17. Bericht87,6
Restbestand Ende 20103,0

Tz. 274
Die Kommission geht davon aus, dass das Projekt mit dem Jahresende 2010 in den Bestand übergeführt wird und dass der Restbestand in Höhe von 3,0 Mio. € zum Ende der laufenden Gebührenperiode als Eigenmittel für die folgende Gebührenperiode vorgetragen werden wird. Zur Bewertung der Projekte zur DVB-T-Einführung durch die Kommission vgl. Tz. 267.

4.2 Mobile Broadcast

Tz. 275
Mit dem Ziel, dem ZDF die Ausstrahlung eines Programmäquivalents per "Mobile TV" zu ermöglichen, welches sich zum Zeitpunkt der Erstellung des 16. Berichts in Deutschland in der Einführungsplanung befand, hatte die Kommission ein Projektbudget von 16,0 Mio. € anerkannt. Gleichzeitig forderte sie das ZDF auf, die Verwendung der Projektmittel gesondert nachzuweisen.

Tz. 276
Die Ausstrahlung von Mobile TV per T-DMB wurde mittlerweile in Deutschland wieder eingestellt und ist per DVB-H immer noch nicht gestartet. Das Unternehmen, das diesen Dienst betreiben sollte, hat seine Lizenz zurückgegeben. Daher fielen für das ZDF bisher auch keine Kosten für die Nutzung von Mobile TV an. Es ist trotz laufender Planung zu einem zweiten Anlauf in Deutschland völlig unwahrscheinlich, dass ein solcher zweiter Anlauf noch im Jahr 2009 erfolgen kann. Vor diesem Hintergrund kürzt die Kommission den ursprünglichen Betrag um einen vermuteten Jahresbedarf, also um 25 %, auf 12 Mio. €.

4.3 HDTV (High Definition TV)

Tz. 277
Das ZDF plant die Einführung von HDTV (siehe dazu die Erläuterungen zu der Projektanmeldung der ARD in Tz. 271).

Tz. 278
Die Kommission hatte das Projekt in ihrem 16. Bericht mit einem Finanzbedarf von insgesamt maximal 140 Mio. € anerkannt. Sie geht davon aus, dass es eine Gesamtlaufzeit von längstens acht Jahren haben und spätestens zum Ende der Gebührenperiode 2013-2016 in den Bestand überführt werden wird. Sie geht ebenfalls davon aus, dass die Phase des Simulcast auf zehn Jahre begrenzt werden kann, dass also die SDTV-Ausstrahlungen (SDTV: Standard Definition TeleVision) mit dem Jahr 2018 zu Ende gehen werden. Sie geht darüber hinaus davon aus, dass bereits zum Ende der Gebührenperiode 2009-2012 die Produktionsmehrkosten von HDTV gegenüber SDTV auf Null zurückgeführt werden können und dass die Investitionsmehrkosten in der Gebührenperiode 2013- 2016 einen Betrag von 5 Mio. € nicht überschreiten werden, da alle sendewichtigen Anlagen bereits Ende 2012 HDTV-fähig sein werden.

Tz. 279
Für die Gebührenperiode 2009-2012 hatte die Kommission einen Finanzbedarf von 99,4 Mio. € anerkannt. Mit den Anmeldungen zum 17. Bericht meldet das ZDF für diese Periode einen Finanzbedarf in Höhe von 98,2 Mio. € an. Die nachfolgende Tabelle dokumentiert die Projektfinanzierung. Alle Angaben erfolgen in Mio. €.

Summe anerkannter Bedarf für das Gesamtprojekt gemäß 16. Bericht140,0
Summe anerkannter Bedarf für 2009-201299,4
Mittelabfluss 2009-2012 gemäß 17. Bericht98,2


Die Kommission sieht keinen Anlass zu Korrekturen.


Letzte Aktualisierung 25.01.2010