17. Bericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
| 17. Bericht (als PDF - 2.293KB) |
Drittes Kapitel
Leistungsdaten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
2. Hörfunk
Tz. 66
Die Gesamtsendeleistung des öffentlich-rechtlichen Hörfunks belief sich für das Jahr 2008 auf rd.
32,186 Mio. Sendeminuten (ohne Werbefunk). Dies entspricht einem Rückgang von 1,5 % gegenüber
1999. Mittelfristig ist deutlich zu erkennen, dass die Gesamtsendeleistung im Bereich Hörfunk
seit 2004 kaum noch nennenswerte Veränderungen zeigt. Größere Schwankungen — wie etwa in
den Jahren 2000-2002 — treten nicht mehr auf.
Tz. 67
Etwas mehr als ein Drittel der Gesamtsendeleistung des öffentlich-rechtlichen Hörfunks ist auf Wortangebote
zurückzuführen (38,1 %). Damit liegt das Wortangebot nur 1,2 % unter dem Ausgangswert
von 1999 und nur 1,1 % über dem Stand von 2004. Der Wert fügt sich somit ein in eine lange
Datenreihe, die seit 1999 kaum noch nennenswerte Veränderungen in den Relativwerten zeigt.
Tz. 68
Die Anzahl der Hörfunkprogramme hat sich im Jahr 2008 im Vergleich zu 2004 um ein Angebot auf
65 Programme reduziert. Die Zahl der ausschließlich digital empfangbaren Hörfunkprogramme ist
von neun auf zehn gestiegen.
Tz. 69
Die Betrachtung der Zusammensetzung der Hörfunkprogramme lässt anteilsmäßig drei verschiedene
Gruppen von Programmbereichen erkennen. Die Ressorts "Information und Service" und
"Rock-/Popmusik" sind mit 30,1 % bzw. mit 26,9 % sehr stark vertreten. Daran anschließend folgen
die Ressorts "Unterhaltungsmusik" und "Klassik" mit 15,7 % bzw. 13,0 %. Die geringsten Anteile
weisen die Programmbereiche "Unterhaltung" (5,8 %) und "Kultur/Bildung" (8,6 %) auf.
Abbildung 16|1: Das Leistungsangebot des öffentlich-rechtlichen Hörfunks / Entwicklung der Sendeminuten
Abbildung 16|2: Das Leistungsangebot des öffentlich-rechtlichen Hörfunks / Anzahl der Hörfunkprogramme
Abbildung 16|3: Das Leistungsangebot des öffentlich-rechtlichen Hörfunks / Zusammensetzung 2008
Tz. 70
Die Prioritätensetzung beim ARD-Hörfunk lässt unter Berücksichtigung der absoluten Selbstkosten
vor allem zwei wichtige Ressorts erkennen. Dies sind "Information und Service" und mit einigem
Abstand "Kultur und Bildung", wobei das letztgenannte Ressort die mit Abstand größte Verhältniszahl
zwischen Selbstkosten und Gesamtsendeminuten aufweist. Unter weiterer Berücksichtigung
der absoluten Selbstkosten folgen die Ressorts "Klassik" und "Unterhaltung". Die geringsten Kosten
fallen für die Ressorts "Rock-/Popmusik" und "Unterhaltungsmusik" an. Dabei fällt die Zahl der
Gesamtsendeminuten dieser Ressorts vergleichsweise hoch aus, was wiederum die sehr geringen
Selbstkosten je Gesamtsendeminute erklärt.
Abbildung 17|1: Prioritätensetzung beim ARD-Hörfunk 2008
Tz. 71
Die Gesamtsendeleistung des ARD-Hörfunks hat sich auch unter Berücksichtigung der Selbstkosten
gegenüber 2004 nicht verändert. Trotzdem lassen sich unter den einzelnen Ressorts zum Teil erhebliche
Schwankungen dokumentieren. Besonders auffällig ist das Ressort "Rock- und Popmusik",
dessen Selbstkosten sich mehr als verdoppelt haben, obgleich der Zuwachs der Sendeleistung eher
gering ausfällt. Auch das Ressort "Kultur und Bildung" kann sowohl für die Sendeleistung als auch
bei den Selbstkosten einen Zuwachs verzeichnen. Im Gegensatz dazu stehen die Veränderungen in
den Ressorts "Unterhaltung" und "Klassik"; in beiden Fällen wurden Sendeleistung und Selbstkosten
reduziert. Die verbleibenden Ressorts "Information und Service" sowie "Unterhaltungsmusik"
weisen dagegen eine konstante Sendeleistung aus, wobei das erstgenannte Ressort eine Erhöhung
und das letztgenannte Ressort eine leichte Verringerung der Selbstkosten aufzeigen.
Abbildung 17|2: Veränderung des Ressourceneinsatzes beim ARD-Hörfunk
Tz. 72
Auch für das Deutschlandradio sind die Programmgattungen "Information und Service" sowie "Kultur
und Bildung" nach Selbstkosten und Erstsendeminuten am wichtigsten. Beide zeigen ähnliche
Kosten und unterscheiden sich nur in der Gesamtsendezeit. Alle weiteren Programmgattungen
liegen nach absoluten Kosten vergleichsweise dicht beieinander. Auch die Anzahl der Gesamtsendeminuten
fällt eher gering aus.
Abbildung 18|1: Prioritätensetzung beim Deutschlandradio 2008
Tz. 73
Die Veränderung des gesamten Ressourceneinsatzes des Deutschlandradios fällt gegenüber 2004
sehr gering aus. Ähnlich wie beim ARD-Hörfunk zeigen sich für die aggregierten Daten kaum Veränderungen.
Unter den einzelnen Ressorts gibt es aber auch hier einige Fälle mit nennenswerten
Abweichungen (etwa "Unterhaltung" oder "Rock-/Popmusik"). Auffällig ist außerdem, dass sich
beim Deutschlandradio Sendeleistung und Selbstkosten gleichmäßig entwickeln. Mischformen (wie
etwa steigende Sendezeit bei sinkenden Kosten) lassen sich — abgesehen von "Information und
Service" — nicht dokumentieren. Demnach zeigt die Programmgattung "Kultur und Bildung" eine
Erhöhung auf der Leistungs- und der Kostenseite, während die Bereiche "Unterhaltungsmusik",
"Klassik" und vor allem "Rock-/Popmusik" sowie "Unterhaltung" eine Reduktion aufweisen. Für die
Programmgattung "Information und Service" lässt sich eine Ausweitung der Sendezeit bei gleichzeitig
sinkenden Kosten feststellen.
Abbildung 18|2: Veränderung des Ressourceneinsatzes beim Deutschlandradio
Tz. 53
Hinsichtlich der Erstsendeanteile im gesamten Kernbereich zeigen sich seit 2004 keine nennenswerten
Schwankungen. Die Werte liegen zwischen 40 % und 41 %.
Abbildung 10: Entwicklung der Sendeleistung im Kernbereich
Tz. 54
Die Entwicklung der Erstsendeminuten zeigt für den Erhebungszeitraum 1999-2008 gewisse
Schwankungen. Dieses Ergebnis lässt sich vor allem durch einen Rückgang der Erstsendeminuten
beim Ersten Programm und bei den Dritten Programmen der ARD erklären, der durch eine Zunahme
der Erstsendeleistung beim ZDF (in den Jahren 2006-2008) kompensiert wurde. Darüber hinaus
deuten die jährlichen Veränderungsraten darauf hin, dass nach den zum Teil erheblichen Schwankungen
in den Jahren 2000-2003 eine gewisse Konstanz in der Entwicklung der Erstsendeminuten
festzustellen ist.
Tz. 55
Eine nähere Betrachtung der Anteile der Erstsendeminuten von ARD und ZDF bestätigt diese Entwicklungstendenzen.
Es zeigt sich, dass die Erstsendeanteile der ARD insbesondere 2003 gefallen
sind (dies ist vermutlich auch eine Folge der Neuorganisation des Vorabendprogramms und der
veränderten Erhebungsmethode) und seitdem weitgehend konstant sind. Die Erstsendeleistung des
ZDF entwickelte sich in entgegengesetzter Richtung. Hier ist gegenüber 2004 ein Wachstum von
5,8 % zu verzeichnen. Dabei scheinen sich die Anteile der Erstsendeminuten in den letzten Jahren
auf den erreichten Niveaus zu stabilisieren.
Abbildung 11: Entwicklung der Sendeleistung im Kernbereich (1999 = 100) / Erstsendeminuten in %
Tz. 56
Die gesonderte Berücksichtigung der Anteile der Erstsendeminuten in der Prime-Time (siehe auch
die Anmerkung zu Abb. 12) gibt ein nahezu identisches Bild. Für das Erste Programm zeigt sich eine
Differenz des Erstsendeanteils Prime-Time von rd. 6,9 %-Punkten gegenüber dem Jahr 2004, das mit
94,6 % allerdings einen besonders hohen Wert aufwies. Auch hier sind für die letzten Jahre kaum
nennenswerte Schwankungen zu erkennen. Das ZDF hingegen weist für 2008 ähnliche Erstsendeanteile
in der Prime-Time aus wie im Bezugsjahr 2004 (86,5 %). Der Anteil der Erstsendungen in der
Prime-Time hat sich gegenüber 2004 nur um 0,4 %-Punkte erhöht.
Abbildung 12: Entwicklung der Anteile der Erstsendeminuten
Tz. 57
Darüber hinaus wird für den 17. Bericht erstmals die Erstsendeleistung der digitalen Spartenkanäle
näher dokumentiert. Die Anteile der Erstsendeminuten der digitalen Spartenprogramme zeigen für
die ARD und für das ZDF unterschiedliche Ergebnisse, die auf die abweichende Datenbasis zurückzuführen
sind. Während das ZDF die Erstsendeleistung direkt ausweist, enthalten die Daten der
ARD auch die sog. "Übernahmen".
Für die ARD-Programme lässt sich eine gewisse Konstanz feststellen. So bleibt die Erstsendeleistung
(inkl. Übernahmen) von EinsExtra weitgehend unverändert, während sich die Erstsendeleistung von
EinsPlus im Erhebungszeitraum nahezu halbiert und die von EinsFestival um mehr als die Hälfte zunimmt.
Demgegenüber zeigen beim ZDF alle digitalen Programme ein deutliches Wachstum — auch
wenn sich die Anteile der Erstsendeminuten auf vergleichsweise niedrigem Niveau befinden. Während
der ZDFtheaterkanal und der ZDFdokukanal ihre Erstsendeleistung fast verdoppeln, versiebenfacht
sich die Erstsendeleistung des ZDFinfokanals. Insofern lässt sich für das ZDF ein deutlicher
Ausbau der Erstsendeleistung feststellen.
Tz. 58
Die Prioritätensetzung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf der Basis der Erstsendeminuten
und der von den Anstalten gelieferten Kostendaten soll im Sinne der vorangegangenen Berichte
fortgeführt werden, auch wenn diese Darstellungen die reale Ressourcenwidmung aufgrund der
unterschiedlichen Kostenrechnungssysteme der Anstalten nicht adäquat wiedergeben (vgl. 14. Bericht,
Tzn. 455 ff.). Ziel ist, die Prioritätensetzung als Zusammenhang von Kosten und Sendeleistung
zu begreifen. So gibt es Ressorts, die aufgrund des finanziellen Volumens, der Sendezeit oder aber
der Relation aus beiden als besonders wichtig eingeschätzt werden können. Die folgenden Abbildungen
versuchen, diese Informationen jeweils wiederzugeben, wobei die beiden Dimensionen auf
der x- und y-Achse abzulesen sind. Die Relationen aus Kosten und Sendezeit lassen sich hingegen
anhand der "Kreisgröße" feststellen. Große Kreise deuten dabei auf hohe Kosten je Sendeminute
hin und kleine Kreise auf geringe Kosten je Sendeminute.
Tz. 59
Zu den nach Kostengesichtspunkten zentralen Ressorts des Ersten Fernsehprogramms der ARD gehören
insbesondere "Sport" und mit einigem Abstand "Spielfilm", "Fernsehspiel", "Unterhaltung" sowie "Politik und Gesellschaft". Auffällig ist, dass für das Ressort "Fernsehspiel" mit Abstand die
höchsten Kosten pro Sendeminute ausgewiesen werden. Die Relation ist damit noch stärker ausgeprägt
als im Ressort "Sport", wenngleich hier die absolut höchsten Kosten aufgebracht werden.
Darüber hinaus fällt die hohe Anzahl an Erstsendeminuten im Ressort "Politik und Gesellschaft"
auf, die mit ähnlichen absoluten Kosten bereitgestellt werden wie in den Ressorts "Unterhaltung",
"Spielfilm" und "Fernsehspiel". Unter Berücksichtigung der Relation von Kosten je Sendeminute
entspricht das Ressort "Politik und Gesellschaft" eher den Programmbereichen "Familie", "Kultur
und Wissenschaft", "Religion" und "Musik".
Abbildung 13|1: Prioritätensetzung beim Ersten Fernsehprogramm der ARD 2008
Tz. 60
Neben der Prioritätensetzung wird auch die Veränderung des Ressourceneinsatzes dokumentiert.
Diese Form der Darstellung wurde mit einer langfristig angelegten Perspektive bereits in vergangenen
Berichten verwendet (vgl. 14. Bericht, Tzn. 572, 576, 581 sowie 593). Bei der vorliegenden
Darstellung handelt es sich um einen mittelfristigen Vergleich (von 2008 gegenüber 2004), der Hinweise
auf die wesentlichen Veränderungen bei den Erstsendeminuten und den Selbstkosten geben
soll. Im ersten Quadranten (in der Abbildung oben rechts) befinden sich dabei jene Ressorts bzw.
Programmgattungen, die sowohl bei den Erstsendeminuten als auch bei den Selbstkosten Zuwächse
gegenüber dem Referenzjahr zeigen. Der zweite Quadrant beinhaltet alle Fälle mit geringerer
Sendezeit bei Erhöhung der Selbstkosten. Dies gilt mit umgekehrten Vorzeichen für den vierten
Quadranten (mehr Sendezeit bei geringeren Kosten). Der dritte Quadrant umfasst alle Fälle mit
negativer Sendezeit- und Kostenveränderung.
Abbildung 13|2: Veränderung des Ressourceneinsatzes im Ersten Fernsehprogramm
Tz. 61
Die Veränderung des Ressourceneinsatzes im Ersten Programm der ARD lässt keine eindeutige Tendenz
erkennen. Es gibt Ressorts, die sich durch eine Erhöhung der Erstsendeminuten sowie durch
eine Ausweitung der Selbstkosten auszeichnen. Dazu gehören, auf geringem Niveau, beispielsweise
"Religion", "Kultur und Wissenschaft" sowie "Familie". "Politik und Gesellschaft" weist eine
geringe Abnahme der Erstsendeminuten bei gleichbleibenden Kosten auf, während "Sport" und
"Unterhaltung" und in geringerem Umfang auch "Fernsehspiel" sowohl bei den Erstsendeminuten
als auch auf der Kostenseite negative Veränderungsraten gegenüber dem Referenzjahr 2004 aufweisen.
Nur ein Ressort ("Spielfilm") weist eine Reduktion der Kosten bei identischer Erstsendezeit
auf. Insgesamt haben sich im Ersten Programm sowohl die Anzahl der Erstsendeminuten als auch
das Volumen der Selbstkosten gegenüber 2004 sehr leicht verringert.
Tz. 62
Für das ZDF-Hauptprogramm ist unter Berücksichtigung der Selbstkosten zu erkennen, dass den
Programmbereichen "Sport" und "Unterhaltung" die weitaus größte Bedeutung zukommt. Im Gegensatz
zur ARD liegen die Programmbereiche "Fernsehspiel", "Aktuelles", "Politik", "Kultur" und "Film" bei der Betrachtung der Selbstkosten vergleichsweise dicht beieinander. Es zeigen sich unter
zusätzlicher Berücksichtigung der Anzahl der Erstsendeminuten ebenfalls deutliche Unterschiede.
So zeichnen sich die Programmbereiche "Aktuelles", "Politik" und "Kultur" durch sehr geringe
Selbstkosten je Erstsendeminute aus. Die höchsten Selbstkosten je Erstsendeminute entfallen auch
beim ZDF auf das "Fernsehspiel", gefolgt von "Sport" und "Film".
Abbildung 14|1: Prioritätensetzung beim ZDF-Hauptprogramm 2008
Tz. 63
Für das ZDF zeigt sich im Hinblick auf den Ressourceneinsatz gegenüber 2004 ein etwas anderer
Befund als bei der ARD. Hier haben insbesondere die Programmbereiche "Unterhaltung", "Reihen
und Serien" sowie "Film" positive Veränderungsraten bei den Erstsendeminuten und den Selbstkosten.
Nur die Bereiche "Kinder, Jugend und Familie" und "Musik" weisen gegenüber 2004 negative
Veränderungsraten auf, d.h. hier reduzierten sich sowohl die Anzahl der Erstsendeminuten als
auch die Selbstkosten. Die verbleibenden Programmbereiche, insbesondere "Aktuelles", "Kultur
und Wissenschaft", "Sport" und"Politik", zeigen nur sehr geringe Veränderungen, nur im Bereich
"Fernsehspiel" gibt es eine Erhöhung der Selbstkosten bei gleichzeitig sinkender Erstsendezeit. Insgesamt
lässt sich im Vergleich zu 2004 ein geringer Ausbau der Erstsendeleistung dokumentieren,
der mit einer Erhöhung der Selbstkosten einhergeht.
Abbildung 14|2: Veränderung des Ressourceneinsatzes im ZDF-Hauptprogramm
Tz. 64
Bei den Dritten Fernsehprogrammen erweist sich wie in den bisherigen Berichten das Ressort "Politik
und Gesellschaft" als besonders wichtig. Sowohl unter Betrachtung der absoluten Selbstkosten
als auch unter Berücksichtung der Erstsendeminuten hebt sich dieses Ressort in seiner Bedeutung deutlich von den anderen ab. Die Relation von Selbstkosten je Erstsendeminute liegt allerdings unter
denen einiger anderer Ressorts (wie etwa "Fernsehspiel" oder "Kultur und Wissenschaft" etc.).
In der Detailbetrachtung erweisen sich auch die Ressorts "Unterhaltung" und "Kultur und Wissenschaft"
als besonders wichtig, obgleich der Abstand zu "Politik und Gesellschaft" beträchtlich ist.
Mit deutlich geringeren absoluten Selbstkosten folgen dann die anderen Ressorts, wobei der Programmbereich
"Familie" eine vergleichsweise hohe Sendezeit aufweist. Besonders bemerkenswert
ist auch hier die hohe Selbstkosten-Erstsendeminuten-Relation des Ressorts "Fernsehspiel".
Abbildung 15|1: Prioritätensetzung bei den Dritten Programmen der ARD
Tz. 65
Bei den Dritten Programmen liegen die einzelnen Veränderungsraten vergleichsweise dicht
beieinander. Eine Erhöhung der Erstsendeleistung und der Selbstkosten lässt sich für die Ressorts
"Familie" und "Religion" dokumentieren. Für "Kultur und Wissenschaft", "Musik" und "Politik und
Gesellschaft" erhöht sich die Erstsendeleistung bei fast gleichbleibenden Kosten. Demgegenüber
verzeichnen die Ressorts "Sport" sowie "Bildung und Beratung" eine Reduktion der Erstsendeleistung
bei nahezu gleichbleibenden Selbstkosten. Nur für das Ressort "Spielfilm" haben sich sowohl
Sendeleistung und Selbstkosten verringert. Insgesamt gibt es nur eine sehr geringe Veränderung
der gesamten Erstsendeleistung und der Selbstkosten gegenüber 2004.
Abbildung 15|2: Detailübersicht zu Abbildung 15|1 (Rahmen)
Abbildung 15|3: Veränderung des Ressourceneinsatzes bei den Dritten Programmen der ARD
