16. Bericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
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Drittes Kapitel
Der Finanzbedarf der Rundfunkanstalten
1. Darstellungen der Anstalten
Tz. 72
Nach § 1 Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag haben ARD, ZDF und Deutschlandradio der Kommission
alle zwei Jahre ihren Finanzbedarf zu melden.
Die Finanzbedarfsanmeldungen der ARD, des ZDF, des Deutschlandradios und von ARTE sind der
KEF am 3. Mai 2007 zugeleitet worden.
Der Planungszeitraum nach Abschluss der laufenden Gebührenperiode beginnt am 1. Januar 2009
und endet am 31. Dezember 2012. Die Planungen basieren auf den Ist-Zahlen des Jahres 2005. Als
zusätzliche Information über die aktuelle Entwicklung haben die Rundfunkanstalten das Ist-Ergebnis
2006 geliefert.
Tz. 73
Grundlage der Finanzbedarfsfeststellung ist in Übereinstimmung von Kommission und Rundfunkanstalten
die liquiditätsorientierte Planungsmethode, die wie folgt modifiziert ist:
- Anstelle des Betrages für die Bildung eines Versorgungsstocks bzw. der laufenden Pensionszahlungen werden die Aufwendungen für die Altersversorgung gemäß § 6a EStG berücksichtigt.
- Anlageinvestitionen werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Ausgabe berücksichtigt. Dies gilt nicht für Gebäudeinvestitionen mit einem Betrag von mehr als 25 Mio. Euro sowie für Großinvestitionen aufgrund von Technologiesprüngen, die sich nicht über mehr als zwei Jahre erstrecken; diese Investitionen, die das Investitionsvolumen einzelner Jahre erheblich nach oben schnellen lassen, sollen in Form von Abschreibungen (nach steuerlichen Regelungen) berücksichtigt werden.
Tz. 74
Die ARD weist einen ungedeckten Finanzbedarf von 1.635,4 Mio. Euro aus.
Dieser Fehlbetrag setzt sich wie folgt zusammen:
| Bestandsbedarf 2009-2012 | - 1.375,3 Mio. Euro |
|---|---|
| Entwicklungsbedarf 2009-2012 | - 614,0 Mio. Euro |
| Überleitung zur modifizierten Planungsmethode | - 3,5 Mio. Euro |
| Eigenmittelbestand zum 31.12.2005 | 505,2 Mio. Euro |
| Finanzbedarf 2006-2008 | - 247,8 Mio. Euro |
| Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen | 100,0 Mio. Euro |
| Ungedeckter Finanzbedarf der ARD zum 31.12.2012 | - 1.635,4 Mio. Euro |
| Nachmeldung | - 186,9 Mio. Euro |
| Ungedeckter Finanzbedarf der ARD zum 31.12.2012 inkl. Nachmeldung |
- 1.822,3 Mio. Euro |
Tz. 75
Das ZDF weist einen ungedeckten Finanzbedarf von 698,6 Mio. Euro aus.
Dieser Fehlbetrag setzt sich wie folgt zusammen:
| Ungedeckter Finanzbedarf Betriebshaushalt 2009-2012 | - 439,5 Mio. Euro |
|---|---|
| Ungedeckter Finanzbedarf Investitionshaushalt 2009-2012 | - 266,9 Mio. Euro |
| Überleitung zur modifizierten Planungsmethode | - 12,6 Mio. Euro |
| Aktualisierte Gebührenplanung 2007 | 5,9 Mio. Euro |
| Überschuss zum 31.12.2008 | 14,5 Mio. Euro |
| Ungedeckter Finanzbedarf des ZDF zum 31.12.2012 | - 698,6 Mio. Euro |
| Nachmeldung | - 73,4 Mio. Euro |
| Ungedeckter Finanzbedarf des ZDF zum 31.12.2012 inkl. Nachmeldung |
- 772,0 Mio. Euro |
Tz. 76
Das Deutschlandradio weist einen ungedeckten Finanzbedarf von 88,5 Mio. Euro aus.
Dieser Fehlbetrag setzt sich wie folgt zusammen:
| Bestandsbedarf 2009-2012 | - 56,3 Mio. Euro |
|---|---|
| Entwicklungsbedarf 2009-2012 | - 64,6 Mio. Euro |
| Überleitung zur modifizierten Planungsmethode | 2,9 Mio. Euro |
| Eigenmittelbestand zum 31.12.2005 | 76,4 Mio. Euro |
| Fehlbetrag der Gebührenperiode 2005-2008 | - 46,9 Mio. Euro |
| Ungedeckter Finanzbedarf des Deutschlandradios zum 31.12.2012 | - 88,5 Mio. Euro |
Tz. 77
ARTE weist einen ungedeckten Finanzbedarf von 78,5 Mio. Euro aus.
Dieser Fehlbetrag setzt sich wie folgt zusammen:
| Bestandsbedarf 2009-2012 | - 66,4 Mio. Euro |
|---|---|
| Entwicklungsbedarf 2009-2012 | - 12,1 Mio. Euro |
| Ungedeckter Finanzbedarf von ARTE zum 31.12.2012 | - 78,5 Mio. Euro |
Tz. 78
Die Anmeldungen der Anstalten sind gegliedert in die Fortschreibung des Bestandes, den Entwicklungsbedarf
in Form von Projektanmeldungen, die Ertragsprognose und den Quantitativen Nachweis der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.
Die Bewertung durch die Kommission folgt dieser Gliederung.
Die Fortschreibung des Bestandes soll den zu Beginn der Periode vorhandenen Leistungsumfang
sichern. Hierzu werden für den Programm-, den Personal- und den Sachaufwand, bezogen auf das
Basisjahr 2005, unterschiedliche jährliche Preissteigerungsraten zugrunde gelegt. Für Investitionen
wird über einen Zeitraum von acht Jahren eine durchschnittliche Investitionsquote als Obergrenze
ermittelt, bis zu der die Anmeldungen anerkannt werden können.
Die Berücksichtigung des Entwicklungsbedarfs soll die Teilhabe der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
an innovatorischen Entwicklungen im Rundfunkbereich gewährleisten (vgl. § 14
Abs. 2 Rundfunkstaatsvertrag). Hierzu reichen die Anstalten Projektanmeldungen ein, die von der
Kommission in Form eines Checklistenverfahrens geprüft werden.
Die Ertragsprognose entzieht sich der Anwendung indexgestützter Verfahren. Hier erfolgt daher
eine Überprüfung der Anmeldungen nach Plausibilität unter Berücksichtigung der Ist- und Plan-Erträge
sowie der Aufwendungen, bei denen ein direkter Zusammenhang mit Erträgen besteht.
Die erforderlichen Nachweise der laufenden Anstrengungen der Rundfunkanstalten zur Verbesserung
der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit liefern die Grundlage für die Minderung des
Gebührenanstiegs.
Tz. 79
Dem angemeldeten Finanzbedarf würde eine Gebührenerhöhung um 1,50 Euro entsprechen, wovon
0,95 Euro auf die ARD, 0,45 Euro auf das ZDF, 0,05 Euro auf das Deutschlandradio und
0,05 Euro auf ARTE entfallen würde. Dies würde zu einer neuen Gebühr von 18,53 Euro führen, die
sich in eine Grundgebühr von 5,97 Euro und eine Fernsehgebühr von 12,56 Euro aufteilt.
Tz. 80
Seitens der ARD wurden finanzbedarfserhöhende Nachmeldungen bei den Investitionen von
10,6 Mio. Euro (vgl. Tz. 238) und bei den anrechenbaren Eigenmitteln von 61,0 Mio. Euro anerkannt
(vgl. Tz. 463). ARD und ZDF haben der Kommission mit Schreiben vom 21. September 2007 mitgeteilt,
dass sie für den Gebührenzeitraum 2009-2012 nicht mehr damit rechnen, dass die Fernsehgebühr
für neuartige Rundfunkempfangsgeräte erhoben werden kann (vgl. im Einzelnen Tz. 327).
Dies ergibt gegenüber den ursprünglichen Planungen Ertragsausfälle von 115,3 Mio. Euro bei der
ARD und 73,4 Mio. Euro beim ZDF. Unter Einbeziehung dieser Nachmeldungen von insgesamt
260,3 Mio. Euro entsprechen die Anmeldungen der Anstalten einer Gebührenerhöhung von 1,69 Euro.
2. Entwicklung der Gesamtaufwendungen und Gesamterträge
Tz. 81
Die Gesamtaufwendungen von ARD, ZDF und Deutschlandradio umfassen sowohl den Bestands-,
als auch den Entwicklungsbedarf. Bei der ARD erfolgte eine Bereinigung um die Finanzflüsse zwischen
den einzelnen Landesrundfunkanstalten.
Aus den Zahlenwerken ergibt sich die folgende Entwicklung der Gesamtaufwendungen für die
Gebührenperioden 2005-2008 und 2009-2012:
| 2004 Ist | 2005 Ist | Veränderung | 2006 Soll1 | Veränderung | 2007 Soll | Veränderung | 2008 Vorschau | Veränderung | 2005 - 2008 | Ø | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ARD | 5.917,4 | 5.817,1 | -1,7 % | 5.923,6 | 1,8 % | 5.842,2 | -1,3 % | 6.109,8 | 4,6 % | 23.692,7 | 0,8 % |
| ZDF | 1.824,4 | 1.789,7 | -1,9 % | 1.962,4 | 9,6 % | 1.854,2 | -5,5 % | 1.963,5 | 5,9 % | 7.569,8 | 1,8 % |
| DRadio | 199,0 | 202,3 | 1,6 % | 203,1 | 0,4 % | 204,0 | 0,4 % | 211,8 | 3,8 % | 821,2 | 1,6 % |
| 2008 Vorschau | 2009 Vorschau | Verän- derung |
2010 Vorschau | Verän- derung |
2011 Vorschau | Verän- derung |
2012 Vorschau | Verän- derung |
2009 - 2012 | Ø | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ARD | 6.109,8 | 6.156,5 | 0,8 % | 6.356,8 | 3,3 % | 6.310,1 | -0,7 % | 6.578,9 | 4,3 % | 25.402,3 | 1,9 % |
| ZDF | 1.963,5 | 1.931,1 | -1,7 % | 2.071,2 | 7,3 % | 1.992,1 | -3,8 % | 2.138,1 | 7,3 % | 8.132,5 | 2,1 % |
| DRadio | 211,8 | 220,4 | 4,0 % | 223,9 | 1,6 % | 227,2 | 1,5 % | 232,1 | 2,2 % | 903,6 | 2,3 % |
Tz. 82
In der Gebührenperiode 2005-2008 ist der durchschnittliche Anstieg der Gesamtaufwendungen
deutlich geringer als in der Vorperiode (vgl. 15. Bericht, Tz. 33 f.). In der Gebührenperiode 2009-
2012 liegt er dagegen wieder höher.
Auffällig ist, dass bei ARD und ZDF die Ausweitung der Aufwendungen in den geraden Jahren
stattfindet - das sind die Jahre mit Sport-Großereignissen -, während in den übrigen Jahren i.d.R.
die Aufwendungen reduziert werden. Die höheren Ausschläge beim ZDF im Vergleich zur ARD sind
darin begründet, dass bei ihm bei Sport-Großereignissen annähernd gleich hohe Aufwendungen
anfallen wie bei der ARD.
Vergleicht man die einzelnen ARD-Anstalten in der Periode 2009-2012 untereinander, bewegen
sich fast alle um die Gesamtsteigerungsrate von 1,9 %. NDR mit 2,3 % und MDR mit 2,2 % liegen
darüber, SWR und WDR mit je 1,7 % und RBB mit 1,6 % liegen darunter. Deutliche Ausnahmen
nach unten sind RB mit 1,0 % und der SR mit der leicht negativen Durchschnittsrate von - 0,1 %. Hier
wird deutlich, dass den beiden Anstalten wegen der Abschmelzung des Finanzausgleichs geringere
finanzielle Mittel zur Verfügung standen.
Tz. 83
Auch die Gesamterträge sind bei der ARD bereinigt um die Finanzflüsse zwischen den einzelnen
Landesrundfunkanstalten. Aus dem Zahlenwerk ergibt sich die folgende Entwicklung der Gesamterträge
für die Gebührenperiode 2005-2008 und 2009-2012 für ARD, ZDF und Deutschlandradio:
| 2004 Ist | 2005 Ist | Veränderung | 2006 Soll1 | Veränderung | 2007 Soll | Veränderung | 2008 Vorschau | Veränderung | 2005 - 2008 | Ø | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ARD | 5.922,4 | 6.020,5 | 1,7 % | 5.946,8 | -1,1% | 6.001,4 | 0,9 % | 6.013,3 | 0,2 % | 23.982,0 | 0,4 % |
| ZDF | 1.798,6 | 1.889,7 | 5,1 % | 1.929,4 | 2,1 % | 1.916,0 | -0,7 % | 1.935,3 | 1,0 % | 7.670,4 | 1,9 % |
| DRadio | 213,2 | 202,6 | -5,0 % | 202,1 | -0,3 % | 199,2 | -1,4 % | 198,5 | -0,3 % | 802,4 | -0,6 % |
| 2008 Vorschau | 2009 Vorschau | Verän- derung |
2010 Vorschau | Verän- derung |
2011 Vorschau | Verän- derung |
2012 Vorschau | Verän- derung |
2009 - 2012 | Ø | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ARD | 6.013,3 | 6.007,4 | 0,0 % | 6.024,0 | 0,3 % | 5.994,7 | -0,5 % | 5.996,2 | 0,0 % | 24.022,3 | -0,1 % |
| ZDF | 1.935,3 | 1.927,9 | -0,4 % | 1.938,8 | 5,7 % | 1.912,5 | -1,4 % | 1.913,7 | 0,1 % | 7.692,9 | 1,0 % |
| DRadio | 198,5 | 197,7 | -0,4 % | 197,1 | -0,3 % | 196,9 | -0,1 % | 197,2 | 0,1 % | 788,9 | -0,2 % |
Tz. 84
Der Anstieg der Gesamterträge im Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahr ist bei ARD und ZDF im
Wesentlichen auf die zum 1. April 2005 in Kraft getretene Gebührenerhöhung zurückzuführen.
Die reduzierten Gesamterträge beim Deutschlandradio sind Ergebnis des um 3 Cent abgesenkten
Gebührenanteils.
Tz. 85
Differenziert man die Aufwandsbereiche nach den Blöcken Programmaufwand, Personalaufwand
und Sachaufwand, werden die unterschiedlichen Strukturen von ARD, ZDF und Deutschlandradio
deutlich:
Abbildung 13: Anteile der Aufwandsbereiche bei der ARD in den Perioden 2005-2008 und 2009-2012
Abbildung 14: Anteile der Aufwandsbereiche beim ZDF in den Perioden 2005-2008 und 2009-2012
Abbildung 15: Anteile der Aufwandsbereiche beim Deutschlandradio in den Perioden 2005-2008 und 2009-2012
Gegenüber dem 15. Bericht sind bei ARD und ZDF die Anteile des Programmaufwands und Personalaufwands
leicht gesunken, die des Sachaufwands leicht gestiegen. Beim Deutschlandradio liegen
für die Periode 2005-2008 die Anteile des Programmaufwands und des Sachaufwands geringfügig
unter der Anmeldung für den 15. Bericht, die des Personalaufwands leicht darüber. Im Vergleich
zur Vorperiode steigt im Zeitraum 2009-2012 bei ARD, ZDF und Deutschlandradio der Anteil des
Programmaufwands, während die Anteile des Personalaufwands und des Sachaufwands sinken. Im
Wesentlichen bleiben die Strukturen jedoch unverändert.
Tz. 86
Hörfunk hat einen höheren Personalbedarf als Fernsehen, weil es hier fast keine Fremdproduktion
gibt. Beim Fernsehen dominieren dagegen die Programmaufwendungen, vor allem wegen
der Fremdproduktionen und der hohen Rechtekosten für Sport und Spielfilme. So verzeichnet das
Deutschlandradio als reiner Hörfunksender einen Anteil des Personalaufwands am Gesamtaufwand
von 32,0 % in der Periode 2005-2008 und von 31,4 % in der Periode 2009-2012. Das ZDF als reiner
Fernsehsender hat nur einen Personalkostenanteil von 17,8 % bzw. 16,6 %.
Eine niedrigere Personalaufwandsquote geht mit einer höheren Programmaufwandsquote einher.
Bei der Programmaufwandsquote hat das ZDF mit 61,2 % in der Periode 2005-2008 und 63,0 % in
der Periode 2009-2012 bei weitem den höchsten Anteil am Gesamtaufwand, das Deutschlandradio
mit 36,1 % bzw. 37,0 % den geringsten Anteil. Die ARD liegt mit 44,2% bzw. 44,9 % dazwischen.
Tz. 87
Für die Verteilung auf den Programm- bzw. den Personalaufwand gibt es noch weitere strukturelle
Gründe. Die umfangreiche Regionalberichterstattung, die die ARD in ihren Dritten Programmen
leistet, erfordert relativ mehr Personal, als das ZDF für sein national ausgestrahltes Programm
benötigt.
Hinzu kommt eine unterschiedliche Unternehmenspolitik. Während das ZDF seine fiktionalen Programme
überwiegend über freie Produktionsfirmen als Auftragsproduktionen erstellen lässt, hat
die Eigenproduktion bei der ARD - von Anstalt zu Anstalt in unterschiedlichem Ausmaß - weiterhin
eine große Bedeutung. Bei Auftrags- bzw. Kaufproduktionen fällt fast ausschließlich Programmaufwand
in Form variabler Kosten an, während bei Eigenproduktionen eigenes Personal eingesetzt
wird.
Tz. 88
Der unterschiedliche Personalkosten- bzw. Programmkostenanteil ist somit überwiegend strukturell
bedingt. Aus einem niedrigen oder hohen Personalkostenanteil allein kann also nicht auf wirtschaftliches
oder unwirtschaftliches Verhalten geschlossen werden.
Tz. 89
Bei den Erträgen zeigt sich, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio weitestgehend von den Teilnehmergebühren
abhängig sind:
Abbildung 16: Anteile der Erttragsbereiche bei der ARD in den Perioden 2005-2008 und 2009-2012
Abbildung 17: Anteile der Erttragsbereiche beim ZDF in den Perioden 2005-2008 und 2009-2012
Abbildung 18: Anteile der Erttragsbereiche beim Deutschlandfunk in den Perioden 2005-2008 und 2009-2012
Der Anteil der Werbeerträge an den Gesamterträgen fällt bei ARD und ZDF gegenüber den Anmeldungen
zum 15. Bericht für die Periode 2005-2008 leicht geringer aus. Bei ARD und Deutschlandradio
ist auch der Anteil der Teilnehmergebühren etwas niedriger, beim ZDF ist dieser Anteil mit
den Anmeldungen zum 15. Bericht identisch. Kompensiert werden die geringeren Anteile bei den
genannten Ertragspositionen durch einen höheren Anteil der Sonstigen Erträge an den Gesamterträgen.
Für die Periode 2009-2012 erwarten ARD und ZDF leicht höhere Anteile bei den Werbeerträgen, geringere
Anteile bei den Teilnehmergebühren. Das Deutschlandradio geht von einem höheren Anteil
der Teilnehmergebühren und einem geringeren Anteil der Sonstigen Erträge aus.
Tz. 90
Finanzierte sich die ARD vor dem Auftreten der privaten Rundfunkveranstalter noch zu 20 %, das ZDF
zu 40 % aus Werbung, so betragen die Erträge aus Werbung an den Gesamterträgen bei der ARD
in der Periode 2005-2008 noch 5,8 %, in der Periode 2009-2012 6,1 %, beim ZDF 5,9 % bzw. 6,2 %.
Auch hier haben sich die Anteile der Werbung an den Gesamterträgen bei ARD und ZDF weitgehend
angeglichen.
