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Kommission zur Ermittlung des
Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
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15. Bericht der Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten

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Zehntes Kapitel
Gesamtdarstellung Personal

3. Analyse und Bewertung der Aufwendungen für Personal und Freie Mitarbeiter

Tz. 441
In den folgenden Tabellen werden die Entwicklung der Aufwendungen für Personal und Freie Mitarbeiter von 2001-2008 sowie die Entwicklung vom 14. zum 15. Bericht von 2005-2008 dargestellt. Dabei umfassen die Aufwendungen für Personal den Bestands- und Entwicklungsbedarf ohne Altersversorgung und ohne Rückstellungen für Altersteilzeit sowie die Personalaufwendungen der GSEA (ausschließlich ARD).

Tab. 72 Entwicklung der Aufwendungen für Personal und Freie Mitarbeiter 2001-2008
  ARD ZDF DLR
  Aufwendungen
in Mio. Euro
Veränderung gegenüber Vorjahr
in %
Aufwendungen
in Mio. Euro
Veränderung gegenüber Vorjahr
in %
Aufwendungen
in Mio. Euro
Veränderung gegenüber Vorjahr
in %
2000 Ist 1.781,0   332,5   53,1  
2001 Ist 1.809,6 1,6 343,2 3,2 53,3 0,4
2002 Ist 1.845,3 2,0 349,0 1,7 55,6 4,3
2003 Ist 1.877,9 1,8 344,4 - 1,3 56,0 0,7
2004 Plan 1.928,6 2,7 348,1 1,1 56,0 0,0
Summe 2001-2004 7.461,4 2,0 1.384,7 1,2 220,9 1,4
2005 Vorschau 1.907,9 - 1,1 359,6 3,3 58,6 4,6
2006 Vorschau 1.922,1 0,7 357,1 - 0,7 59,6 1,7
2007 Vorschau 1.934,4 0,6 356,4 - 0,2 60,5 1,5
2008 Vorschau 1.956,6 1,1 351,7 - 1,3 61,6 1,8
Ø Summe 2005-2008 7.721,0 0,3 1.424,8 0,3 240,3 2,4
Ø Summe 2001-2008 15.182,4 1,2 2.809,5 0,7 461,2 1,9


Tab. 73 Anmeldungen der Anstalten zum 15. Bericht im Vergleich zu den angesetzten Beträgen im 14. Bericht (in Mio. Euro)
  ARD ZDF DLR
  14. Bericht Anmeldung 15. Bericht Abweichung 14. Bericht Anmeldung 15. Bericht Abweichung 14. Bericht Anmeldung 15. Bericht Abweichung
2005 1.929,0 1.907,9 - 21,1 365,2 359,6 - 5,6 60,3 58,6 - 1,7
2006 1.971,1 1.922,1 - 49,0 372,2 357,1 - 15,1 61,7 59,6 - 2,1
2007 2.010,1 1.934,4 - 75,7 379,4 356,4 - 23,0 63,1 60,5 - 2,6
2008 2.056,2 1.956,6 - 99,6 386,5 351,7 - 34,8 64,1 61,6 - 2,5
Summe 2005-2008 7.966,4 7.721,0 - 245,4 1.503,3 1.424,8 - 78,5 249,2 240,3 - 8,9
Abweichung (in %)     - 3,1     - 5,2     - 3,5

3.1 ARD

Tz. 442
Bei der ARD erhöhen sich die Aufwendungen für Personal und Freie Mitarbeiter im Zeitraum 2005- 2008 um durchschnittlich 0,3 % p.a.. Gegenüber den angesetzten Beträgen im 14. Bericht sollen sich diese Aufwendungen um 3,1 % reduzieren. Die in den letzten Jahren erfolgten Reduzierungen bei den besetzten Gesamtstellen setzen sich bei der ARD in Höhe von durchschnittlich 0,8 % p.a. fort. Die Zahl der besetzten Stellen innerhalb und außerhalb des Stellenplans und bei GSEA geht im Berichtszeitraum Zeitraum kontinuierlich zurück und kompensiert damit teilweise die Personalkostensteigerungen und den Anstieg der Aufwendungen für Freie Mitarbeiter.

Außerdem entstehen bei Tochterunternehmen jährlich Personalaufwendungen für etwa 1.500 bzw. 760 Beschäftigte jeweils zum 31. Dezember (ca. 92 Mio. Euro bei 100 %-Beteiligungen, ca. 39 Mio. Euro bei 50 %-100 %-Beteiligungen).

Ein Großteil der Beteiligungsunternehmen der ARD-Landesrundfunkanstalten erbringt Leistungen für Dritte in nicht unerheblichem Umfang. So produzieren beispielsweise die großen Produktionsbeteiligungsunternehmen Bavaria oder Studio Hamburg in erheblichem Maße für Dritte, so z.B. auch für das ZDF. Eine vollständige Zuordnung der Aufwendungen und Stellen der Beteiligungsunternehmen zur ARD würde die Beschäftigungssituation der ARD unrichtig wiedergeben.

3.2 ZDF

Tz. 443
Das ZDF erhöht die Aufwendungen für Personal und Freie Mitarbeiter im Zeitraum 2005-2008 um ebenfalls durchschnittlich 0,3 % p.a.. Gegenüber den angesetzten Beträgen im 14. Bericht sollen sich die Aufwendungen um 5,2 % verringern. Im gleichen Zeitraum soll die Zahl der besetzten Stellen um durchschnittlich 2,4 % p.a. reduziert werden und damit teilweise die Personalkostensteigerungen und die Zunahme der Aufwendungen für Freie Mitarbeiter kompensieren. Das ZDF beabsichtigt, Stellen außerhalb des Stellenplans abzubauen, indem sie in den Stellenplan übertragen werden, wo entsprechend frei gewordene Stellen besetzt werden.

Bei Tochterunternehmen entstehen jährlich weitere Personalaufwendungen (ca. 10 Mio. Euro bei 100 %-Beteiligungen für 185 Mitarbeiter jeweils zum 31. Dezember).

3.3 Deutschlandradio

Tz. 444
Beim Deutschlandradio steigen die Aufwendungen für Personal und Freie Mitarbeiter im Zeitraum 2005-2008 um durchschnittlich 2,4 % p.a. an. Dieser im Vergleich zu ARD und ZDF hoch erscheinende Durchschnittswert beruht ganz wesentlich auf dem stark abgesenkten Personalbestand des Jahres 2004, der dazu führte, dass die Personalkosten 2004 im Ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben sind. Ausgehend von dem niedrigen Wert des Jahres 2004 ergibt sich im Jahr 2005 ein verhältnismäßig hoher Personalkostenanstieg, der den Durchschnittswert der gesamten Gebührenperiode beeinflusst. Daneben wird der hohe Steigerungswert im Jahr 2005 (4,6 %) vom Deutschlandradio mit Höhergruppierungen, Stufensteigerungen, der Bildung von Rückstellungen für Aufhebungsverträge sowie den Aufwendungen für fünf Mitarbeiter des Sondervorhabens "Frequenzmarketing" begründet. Den Personalkosten dieser fünf Mitarbeiter stehen niedrigere Kosten beim Sachaufwand gegenüber. Gegenüber den anerkannten Beträgen im 14. Bericht hat das Deutschlandradio zum 15. Bericht eine Reduzierung der Personalaufwendungen um 3,5 % angemeldet. Die Zahl der besetzten Stellen bleibt im Betrachtungszeitraum bezogen auf das im Jahr 2004 reduzierte Niveau nahezu konstant.

Bei einem Tochterunternehmen des Deutschlandradios entstehen weitere Personalaufwendungen (2005: 3,9 Mio. Euro für 72 Mitarbeiter zum 31. Dezember). Die Deutschlandradio Service GmbH (DRS) führt in weiten Teilen Aufgaben aus, die früher von Drittfirmen erledigt wurden.

3.4 Deutschlandradio

Tz. 445
Bei GSEA mit Beteiligung der ARD und des ZDF (z.B. GEZ, Phoenix, Kinderkanal) und bei GSEA mit Beteiligung Dritter (z. B. Satellitenprogramm 3sat mit Beteiligung von ARD, ZDF, ORF und SF DRS) fallen jährlich Personalaufwendungen in Höhe von ca. 64 Mio. Euro an. Sie betreffen im Wesentlichen Mitarbeiter bei der GEZ (Durchschnitt 2005-2008: 884), Kinderkanal (49) und Phoenix (45).

Bei GSEA mit Beteiligung des Deutschlandradios und anderen fallen jährliche Personalaufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro an.


Letzte Aktualisierung 23.01.2006